© A.Hoge

Über uns

Die Kirchengemeinde

Nach Kriegsende siedelten viele evangelische Familien auch in den vornehmlich katholischen Orten Sutthausen, Holzhausen und Hagen an. Die Männer fanden Arbeit in der Georgsmarienhütte. 
In Sutthausen und Holzhausen wurden ihnen günstige Wohnungen und Bauland angeboten. 
So lag zunächst die Orientierung der Gläubigen zur Lutherkirche in Althütte nahe. 
Doch die Wege waren weit, für Alte und Kinder beschwerlich und die Bahnverbindung ungünstig.

Es kam zu der Entscheidung, aus den Ortschaften Sutthausen, Holzhausen und Hagen eine Tochtergemeinde der Lutherkirchengemeinde zu bilden. Ihr erster Seelsorger war Pastor Pape.
 Die Landeskirche gab den Weg zum Bau einer eigenen Kirche frei. Am 30. August 1953 wurde 
die Ev.-luth. Diasporakapelle Georgsmarienhütte-Sutthausen, wie die Kirche damals im Einweihungsprogramm genannt wurde, von dem damaligen Landesbischof Dr. Hanns Lilje in Dienst genommen.

Ein Jahr später, 1954, wurde die Gemeinde zur selbständigen Kirchengemeinde Sutthausen erhoben und ihre Kirche bekam den Namen Apostelkirche.

Von 1955 bis 1988 war Pastor Rink Pfarrer der Gemeinde. In seine Amtszeit fiel die Gebietsreform 1972. Damals wurde die politische Gemeinde Holzhausen geteilt. Sutthausen ist seither ein Stadtteil von Osnabrück und Holzhausen ein Teil von Georgsmarienhütte. Die evangelische Kirchengemeinde aber blieb verbunden und ihrem Mutterkirchenkreis Georgsmarienhütte treu. 
Hagen schloss sich mit den evangelischen Christen in Natrup-Hagen zusammen.

Pastor Dreyer war von 1989 bis 1999 Pfarrstelleninhaber, und Pastor Krumwiede von 2000 bis 2005.

Von 2005 bis 2019 war Pastorin Helga Krumwiede Seelsorgerin der Apostelgemeinde Sutthausen / Holzhausen. Derzeit ist die hauptamtliche Pastorenstelle vakant. 
Die Vakanzvertretung übernimmt Pastor Stefan Wagner aus Hagen a.T.W.


Die Kirche

Die Kirchenfront ist aus gelbem Westerberger Muschelbruchstein gemauert, die Seitenwände sind weiß verputzt. Die Fenster wurden aus bleigefasstem Antikglas gefertigt. Das Kirchenschiff ist schlicht und hell gehalten. Die Bänke, von einem Mittelgang unterteilt, bieten 120 Besuchern bequem Platz. Altar und Kanzel sind aus hellem Holz von einem ansässigen Handwerksbetrieb gearbeitet. 
Eine Besonderheit ist das handgeschmiedete Taufbecken. Es wurde der Kirchengemeinde von einem Gemeindeglied geschenkt. Vier aus Bandeisen geschmiedete Engel tragen einen Reifen, 
in dessen Mitte das aus Kupfer getriebene Taufbecken liegt. Darüber formt sich eine 
aus vier eisernen Bändern symbolisch dargestellte Halbkugel, gekrönt von einer schwebenden Taube.

Wendet man den Blick vom Altarraum zurück in das Kirchenschiff, so fällt ein besonders schön buntverglastes Rundfenster über der Orgelempore auf. Die Mitte der Fensterrosette zeigt das volle Rund des Erdballs. Durch ein helles, gleicharmiges Kreuz, das in der Mitte die Krone der göttlichen Herrlichkeit zeigt, ist das Rund ausgefüllt. Von ihm gehen breite, spitz zulaufende Lichtstrahlen aus, zwölf an der Zahl. Sie symbolisieren die zwölf Apostel, nach denen die Kirche genannt wurde. 
Zwischen den Spitzen der Strahlen sind die Embleme der Apostel zu erkennen.

Der etwas abseits der Kirche stehende Glockenturm war zunächst noch aus Holz gebaut, 
eigentlich nur ein Glockenstuhl. 1959 wich das Holzgestell einem Turm aus Stein. 
Seit 1978 hängen hier zwei für die Apostelkirche neu gegossene Glocken aus der Glockengießerei Karlsruhe. Die große Glocke, die Christusglocke, hat einen Durchmesser von 93,5 cm und wiegt 440 kg. Die kleine Glocke, auch Taufglocke, ist 280 kg schwer und hat einen Durchmesser von 78,5 cm.

Die Inschrift der großen Glocke lautet: + ICH BIN DER WEG, DIE WAHRHEIT UND DAS LEBEN + 
Sie trägt als Symbol das Apostelkreuz: ein großes Kreuz mit je drei kleinen Kreuzen zwischen den Balken: die 12 Apostel, die sich um ihren Herrn scharen.

Die kleine Glocke trägt die Inschrift: +CHRISTUS SPRICHT: ICH BIN BEI EUCH ALLE TAGE + 
und ist mit dem alten Taufsymbol Kreuz, Wasserwellen und Fisch versehen.
Quelle: A.Hoge