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#beziehungsweise: jüdisch und christlich - näher als du denkst

Das Verbindende zwischen Chanukka und Weihnachten

Quelle: #jüdischbzw.christlich
Chanukka und Weihnachten

Weihnachten

Wundervoll: Chanukka beziehungsweise Weihnachten.

Eine christliche Stimme

Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.“ Wenige Sätze, und eine ganze Geschichte steht vor dem inneren Auge. Eine Geschichte von Obdachsuche und Heimat, von wunderbarer Geburt und großen Verheißungen, die in der Nacht aufleuchten. Es ist das Evangelium, das in der Heiligen Nacht in den Kirchen gesungen wird.
Das Weihnachtsfest hat eine lange Geschichte und ist in den Kirchen der Christenheit unterschiedlich ausgeprägt. Am 25. Dezember ist es in Rom erst seit dem Jahr 336 bezeugt. Von Ägypten her kommt das Fest Epiphanie, die Erscheinung des Herrn vor der Schöpfung, das in den Ostkirchen im Zentrum des Weihnachtsfestes steht. Deshalb wird an diesem Tag eine feierliche Segnung des Wassers begangen. Im Westen wiederum ist das Epiphaniefest am 6. Januar mit der Ankunft der „Heiligen drei Königen“verbunden, den Vertretern der Völker vor dem König in der Krippe.
Natürlich stellen sich alle Christinnen und Christen eine Geschichte vor, am liebsten die innigste, die mit der Kindheit verbunden ist. Vielleicht ist sie die wahrste. Denn sie verbindet mit dem Staunen über die wundervolle Botschaft: „Die Gnade Gottes ist erschienen um alle Menschen zu retten.“ (Tit 2,11)

– Prof. Dr. Margareta Gruber OSF

Chanukka

Wundervoll: Chanukka beziehungsweise Weihnachten.

Eine jüdische Stimme

Wenn ringsum alle Zeichen auf Advent und Weihnachten stehen, feiern Jüdinnen und Juden Chanukka. Acht Tage lang wird das jüdische Lichterfest begangen, das an den Aufstand der Makkabäer gegen die Griechen im 2. Jahrhundert v.d.Z. erinnert. Nach schweren Kämpfen wurde der geschändete Jerusalemer Tempel erobert und wiedereingeweiht. Ein kleines Ölkrüglein reichte wundersam aus, um den Leuchter acht Tage lang am Brennen zu halten. Darum zünden Jüdinnen und Juden an der achtarmigen Chanukkiah jeden Tag ein Licht mehr an, bis am achten Tag alle acht Kerzen brennen. Die wachsende Kraft des Lichts strahlt Hoffnung aus und lässt die Dunkelheit weichen. Chanukkah ist ein Fest der kulturellen Selbstbehauptung. Beim abendlichen Lichterzünden versammeln sich Familie und Freunde; sie stellen die Chanukka-Leuchter ins Fenster, um der Welt von Gottes Wundern zu erzählen. Singen, spielen, Geschenke für die Kinder und in Öl gebackene Köstlichkeiten wie Latkes und Pfannkuchen machen jeden Abend zu einem Fest.

– Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg

Erinnere Dich.

Quelle: #christlichbzw.jüdisch
Nur wer sich erinnert kann die Zukunft gestalten.

Erinnern für die Zukunft: Sachor beziehungsweise 9. November.

Eine jüdische Stimme

Brennende Synagogen, zerstörte Einrichtungen, Morde und Massenverhaftungen – die Reichspogromnacht des 9. November 1938 war ein Wendepunkt in der deutsch-jüdischen Geschichte. In der Erinnerungskultur jüdischer Gemeinden hierzulande ist dieses Datum zentral. Gemeinsame Geschichte ist identitätsstiftend, aber welches Selbstverständnis lässt sich aus erlittener Verfolgung und Vernichtung beziehen? Und wie gedenkt man der Schoah, der kaltherzig von Menschen begangenen monströsen Verbrechens, das unser Verstehen übersteigt?

Sachor, Erinnern und Gedenken, gehört zum Kern des Judentums und drückt sich in charakteristischen liturgischen Praktiken aus. Klagelieder und Gebete wie Kaddisch und El Malé Rachamim sind jahrhundertealte Ausdrucksformen von Trauer und Gedenken, die weiterhin benutzt werden, ohne damit der Schoah eine religiöse Deutung beizulegen. Daneben bezieht jüdische Erinnerungskultur heute eine Vielfalt anderer Formen ein, wie Zeitzeugenberichte, Kunstwerke, Namenslesungen. Auch unterschiedliche biographische Zugänge wirken sich auf die Gestaltung des Erinnerns aus: Überlebende gedenken anders als die Generation ihrer Enkel, aus der früheren Sowjetunion zugewanderte Juden bringen wieder andere Narrative mit. Einig sind sich alle darin, das „Sachor!“ fortzutragen und lebendig zu halten.
– Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg

Eine christliche Stimme

»Zwei und ein halbes Jahr stritten die vom Lehrhaus Schammais mit denen des Lehrhauses Hillel über die Konsequenzen des bösen Tuns der Menschen. Die einen sagten: Es wäre dem Menschen dienlicher, wenn er nicht erschaffen worden wäre.
Die anderen sagten, es ist dem Menschen dienlicher, dass er erschaffen worden ist. Sie stimmten ab und kamen zu dem Schluss: Es wäre dem Menschen zwar dienlicher, er wäre nicht erschaffen worden, da er nun aber erschaffen sei, soll er seine Geschichte bedenken und sein Tun in der Zukunft.« (Babylonischer Talmud, Eruvin 13 b)
Ein hochaktueller uralter Text, der für die Frage nach Wegen der Erinnerung und des Gedenkens als Ausgangstext nicht nur am 9. November taugt. Zukunft ist Erinnerung und alle Versuche, ohne den Prozess die eigene »Geschichte zu bedenken«, »zu tun«, also handlungsfähig zu werden, werden scheitern. Dabei macht dieser Text auch auf eine Orientierung deutlich, ohne die Erinnerung nicht auskommt. Denn wie wir auch wissen, ist Erinnerung nicht per se auf eine Zukunft in Gerechtigkeit und Frieden ausgerichtet. Es gibt auch Erinnerung an vergangene durch Gewalt entstandene Größe oder eben auch leider Erinnerungen an die Nazizeit, die sich nach so einer germanischen Herrschaft sehnen, oder nach einem weißen Europa.

Biblisch geht es aber um die Vermeidung von gewaltvollem bösen Tun. Es geht um Erinnerung, die Ernst macht mit der Ebenbildlichkeit Gottes aller Menschen und damit eben der Teilhabe und der Gleichwertigkeit aller Menschen. Nun ist der Talmud kein christlicher Text. Dass wir ihn überhaupt als Christ*innen wertschätzend wahrnehmen, ist wohl auch ein Ergebnis von Erinnerung. Erinnerung daran, dass unsere Kirchengeschichte vor Missachtung und Gewalt gegen Juden nur so strotzt und dass wir uns von dieser Missachtung abkehren müssen – Erinnerung als Umkehr. Denn diese eigen Gewaltgeschichte zu bedenken und danach zu tun, führt uns in eine demütigen und wertschätzenden Zugang zu jüdischem Denken und zu der Frage, warum musste diese Schwester im Glauben, das Judentum, von Christ*innen so abgewertet, diskriminiert und verfolgt werden. Diese Frage ist am 9. November heute besonders naheliegend. Denn Erinnerung ist Aufruhr auch gegen die eigenen bis in die Gegenwart wirksamen judenfeindlichen Traditionen. Solche Erinnerung gestaltet Zukunft. Gehen wir denken und tun danach.
– Christian Staffa

Verbunden in der Gegenwart: Tischa B´av beziehungsweise Israelsonntag.

Eine jüdische Stimme

Wenn ich dein vergesse, Jerusalem, soll meine rechte Hand verdorren, meine Zunge soll am Gaumen kleben, wenn ich deiner nicht gedenke.“

Diese Worte des 137. Psalms widerspiegeln die Bedeutung der Zionsstadt für Israel. Hier stand der Tempel, in dem Gottes Gegenwart unmittelbar spürbar war, die Stadt war religiöses und politisches Zentrum. Doch mit der Zerstörung von Heiligtum und Stadt durch die Römer im Jahr 70 n. war Israel seiner Mitte beraubt, das Volk wurde auf Jahrhunderte ins Exil getrieben. An diese Katastrophe erinnert Tischah BeAw, der Trauertag, der mit Fasten und Trauergesängen verbracht wird. Das Rezitieren biblischen Klagelieder vergegenwärtigt den Verlust.

Doch das Judentum verharrte nicht in der Zerstörung. Jerusalem blieb als Fokus präsent, indem die Gebete dorthin ausgerichtet werden, in Feier- und Fastentagen wie auch bei traurigen wie freudigen Anlässen der Stadt gedacht wird. Aber jüdisches Leben ging weiter und kehrte nach Jerusalem zurück. Bis heute eint Menschen weltweit die Hoffnung auf Zion als Ort, 
wo „Liebe und Wahrheit sich begegnen, Gerechtigkeit und Frieden sich küssen“ (Ps 85, 11).

– Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg

Eine christliche Stimme

Die Geschichte des „Israelsonntags“ ist wie ein Spiegel und zeigt, wie evangelische Christinnen und Christen jüdische Geschichte und Gegenwart wahrgenommen haben. Am 10. Sonntag nach dem Trinitatisfest – im zeitlichen Umfeld des jüdischen Gedenktags Tischa B’av – wurde seit dem Hochmittelalter in christlichen Gottesdiensten ein Abschnitt aus dem Lukasevangelium gelesen, in dem Jesus über Jerusalem weint und die Zerstörung der Stadt ankündigt (Lk 19,41–48). In der Reformation gewann dieser Tag als „Gedenktag der Zerstörung Jerusalems“ an Bedeutung. Viel zu häufig wurde Lk 19 dabei als Hinweis auf die vermeintliche ‚Verwerfung‘ des jüdischen Volkes verstanden, weil es Jesus nicht als Messias erkannt habe. Einige wenige Gemeinden feierten aber auch Klagegottesdienste und brachten eigene Not im Lichte der „Zerstörung Jerusalems“ vor Gott. Erst durch den jüdisch-christlichen Dialog wurde der Israelsonntag zu einem Tag der Freude über die bleibende Erwählung von Jüdinnen und Juden und der Entdeckung dessen, was Juden und Christen verbindet. Davon erzählt das neue Evangelium des Tages (Mk 12,28–34), das auch in der katholischen Leseordnung begegnet. So bedeutet der Tag die Chance zu einem Gedenken, das in eine gemeinsame Zukunft weist und alter wie neuer Judenfeindschaft entschieden entgegentritt. 

– Prof. Dr. Alexander Deeg

Tischa b‘ Av beziehungsweise Israel-Sonntag

Quelle: #beziehungsweise: jüdisch und christlich - näher als du denkst
Verbunden im Gedenken

Auszeit vom Alltag

Schabbat beziehungsweise Sonntag.

Eine jüdische Stimme

Höhepunkt jeder Woche ist der Schabbat, der siebente Schöpfungstag, an dem wir in Nachahmung Gottes von unserem Tagewerk ruhen sollen. Die Geschäftigkeit des Alltags soll pausieren, damit wir uns an diesem Tag anderen Dingen widmen können, für die sonst wenig Zeit bleibt: Familie, Freunde, Torahstudium, Gottesdienst und Geselligkeit in der Synagoge, Ausruhen und Auftanken. Schabbat meint nicht untätiges Herumsitzen, sondern aktives Streben nach anderen Dimensionen unseres Seins. Als Hilfestellung formulierte die jüdische Tradition einen umfangreichen Katalog von Tätigkeiten, die nicht verrichtet werden sollen, damit wir Ruhe finden und diese Freiheit von Arbeit ebenso den Menschen und sogar auch den Tieren in unserer Umgebung gewähren.
Der Schabbat ist kaum denkbar ohne die festlichen Mahlzeiten im Kreis von Familie und Freunden, eingeleitet von Segenssprüchen über Kerzen, Wein und zwei geflochtene Brotzöpfe. Die Gebete und Lieder in der Synagoge preisen Gottes Schöpfungswerk, im Morgengottesdienst steht die Lesung des Wochenabschnitts der Torah im Zentrum. Dieser Text ist auch der Fokus von Torahstudium und -auslegungen an diesem Tag. Diese aktiven Phasen des Schabbats wechseln ab mit Zeiten der Ruhe und des Kraftschöpfens, bis dann am Samstagabend mit der Hawdalah-Zeremonie, dem Segen über Wein, Licht und Gewürze, die Rückkehr in den Alltag erfolgt.

– Rabbinerin Dr.Ulrike Offenberg


Eine christliche Stimme

Gott sei Dank, es ist Sonntag! Aber was ist das eigentlich, der Sonntag?
Jeder Sonntag ist ein Ostertag. Das macht ihn schön.
Stirbt der Sonntag am Wochenende? Der Sonntag ist nicht der letzte, sondern der erste Tag der Woche, der Tag nach dem Sabbat.
In einem neuen Licht. Gott lässt seinen Christus nicht in der Nacht.
Da kommt Freude auf. Der Ostertag, und der wöchentliche Ostertag, ist der erste Tag einer verwandelten Wirklichkeit. Lassen wir das zu? Lassen wir uns aufrichten, üben wir – nicht nur – sonntags den aufrechten Gang?
Tag des Herrn. Nicht des Vorstandsvorsitzenden Herr Dr. Müller, sondern eines aus dem Tod geretteten Gerechten. Des, in Gottes Spur, radikal anderen Herrn.
Der Sonntag ist „der achte Tag“. Acht, Symbolzahl der Vollendung und der Ruhe. Acht Menschen birgt die Arche. Taufbecken sind oft achteckig. Grund zum Lebensmut, zu einem Leben in heiterer Gelassenheit: Freude.
Heute kämpfen Kirchen und Gewerkschaften gemeinsam um die Bewahrung des Sonntags, um seine aus Zwängen und Routinen befreiende Kraft. Wir haben es vom Sabbat gelernt. Haben wir es gelernt? In Zeiten von Corona, des rund-um-die-Uhr-Home-Office, in Zeiten, in denen wir mit einem Click alles jederzeit bestellen können, ein vergeblicher Einsatz? Treue Erinnerung an die Ursprünge – hilft. 

Prof. Dr. Susanne Sandherr

Auszeit vom Alltag

Quelle: https://www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de/schabbat-beziehungsweise-sonntag-christlich/
Auszeit vom Alltag

Beim Namen gerufen: Namensgebung und Namenstag

Quelle: https://www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de
#jüdisch beziehungsweise christlich

Beim Namen gerufen: Namensgebung beziehungsweise Namenstag.

Eine jüdische Stimme

Das Judentum misst Namen eine große Bedeutung zu, denn sie sind Ausdruck der Zugehörigkeit eines Individuums zu Familien- und Gemeindetraditionen. Außerdem hegen Eltern die Hoffnung, dass sie ihrem Kind mit einem wohlklingenden, beziehungsreichen Namen ein positives Vorzeichen auf seinen Lebensweg mitgeben. Die Namensgebung ist bei Jungen Teil der Beschneidungszeremonie am 8. Lebenstag. Bei Mädchen wird der Name nach der Geburt im Rahmen einer Torahlesung in der Synagoge verkündet. In den letzten Jahrzehnten ist es üblich geworden, auch für Mädchen ein eigenes Ritual der Namensgebung zu feiern. Viele Kinder haben daneben noch einen „bürgerlichen“ Namen, der ihr offizieller Rufname ist.

Bei der Entscheidung für einen Namen werden häufig je nach regionalem Brauch verstorbene oder lebende Familienmitglieder geehrt, die auf diese Weise symbolisch das Kind durch das Leben begleiten. Daneben stehen eine Fülle biblischer Namen zur Auswahl und auch Namen, die Bezüge zum jüdischen Jahreskreis, zur Natur und zu erwünschten Charaktereigenschaften aufweisen. Die Eltern sind Teil des Namens, denn man wird stets als „X, Sohn/Tochter von Y und Z“ aufgerufen.

– Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg


Eine christliche Stimme

Jetzt aber - so spricht der HERR, der dich erschaffen hat, Jakob, und der dich geformt hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir!“ (Jes 43,1)

Bei der Taufe wird der Ruf, den der Ewige an alle Menschen richtet, als Ruf-Name in die Taufformel eingebunden. Darin drückt sich die Gewissheit aus, dass wir als Menschen vom HERRN bei unserem Namen, der für uns als unverwechselbares Subjekt steht, angesprochen und „ausgelöst“, also erlöst sind.

Wir sind dadurch nicht nur mit dem Schöpfer verbunden, sondern Er auch mit uns. Schließlich wird jedes Kind „auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“getauft. Der dreifaltige Gott, der uns im Mutterleib gewoben hat, der unser Innerstes kennt (Ps 139), Er ruft uns beim Namen und wir dürfen Ihn beim Namen rufen. 
Das Christentum teilt die Überzeugung des Judentums: Der HERR kennt uns und liebt uns. Er schenkt uns einen Namen, damit wir uns zu einer eigenständigen Persönlichkeit entwickeln, aber auch auf seinen Ruf antworten und im Zweifel zu Ihm umkehren. 

Dr. Fabian Freiseis

Im Mai gefeierte Feste

Quelle: #jüdisch - beziehungsweise - christlich
Was bedeuten die beiden Feste?

Was bedeuten die Feste Schawuot und Pfingsten?

Eine jüdische Stimme

Schawuot wird genau fünfzig Tage nach dem Pessachfest begangen und feiert die Offenbarung der Torah am Sinai. Eigentlich ist jede Torahlesung eine Vergegenwärtigung dieses Ereignisses; beim „Fest der Gabe der Torah“ aber noch einmal besonders, denn es werden die Zehn Gebote vorgetragen, die eine direkte Ansprache Gottes an Israel waren. Dieser Akt wird als eine Art Hochzeit zwischen Gott und Israel verstanden, und die Torah ist der Ehevertrag, der die gegenseitige Hingabe und Verpflichtung beider Liebender darlegt. Ein Sinnbild dieser Treue ist das biblische Buch Ruth, das dem Wochenfest als besondere Lesung zugeordnet ist. 
Schawuot ist eines der drei Wallfahrtsfeste und hat wie diese auch eine landwirtschaftliche Dimension. Es wird auch als „Fest der Erstlingsfrüchte“ bezeichnet, weil es den Beginn der Weizenernte und des Reifens der Sommerfrüchte in Feld und Garten markiert. Zum besonderen Festtagsopfer zu Tempelzeiten gehörte das Darbringen von Weizenbroten. Heute ist das Fest vor allem wegen des Tikkun, einer Lernnacht, populär, bei der man sich gemeinschaftlich bis in die frühen Morgenstunden dem Torahstudium hingibt. Wach gehalten wird man dabei durch die Vielzahl süßer und herzhafter Gerichte aus Milch und Käse, die dem Fest seinen besonderen Geschmack geben. 

– Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg

Eine christliche Stimme

Schawuot feiert den lebensstiftenden Geist der Zehn Gebote. An Pfingsten bewegt die Geistkraft Gottes die Mutlosen. 
Die Hauptfeste Israels sind ursprünglich im natürlichen Jahreszyklus des Landes verankert und markieren mit dem Dank für die Gaben der Erde die unterschiedlichen Jahreszeiten (vgl. Dtn 26,1-11). Schawuot, das sieben Wochen nach Pessach begangen wird, feiert dabei den Abschluss der Getreideernte. Alle Feste wurden jedoch im Lauf der Geschichte mit bedeutenden Ereignissen aus der Bibel theologisch hinterlegt. An Schawuot wird der Gabe der Tora am Gottesberg gedacht. Da die göttliche Weisung in ihrem Wortlaut als kanonischer Text nicht verändert werden darf, die ethischen und kultischen Gebote und Verbote jedoch der Adaption in neue Zeiten bedürfen, braucht es zur rechten Auslegung der Mose-Tora göttliche Inspiration, die Gabe des Geistes. Die Geistbegabung an alle Menschen (vgl. Joël 3 vgl. Apg 2) schafft unmittelbaren Zugang zu Gott und seiner Offenbarung und bewirkt, dass alle im Gottesvolk die gesamte Tora begreifen und befolgen können (vgl. Ez 36,26f.). Die neutestamentliche Rezeption im Pfingstereignis aktualisiert diesen universalistischen Zugang und macht die christliche Botschaft für Menschen aus allen Völkern verständlich.
– Dr. Irmtraud Fischer

Freude am Erwachsenwerden

Quelle: #jüdisch beziehungsweise christlich
Konfirmation – Bar / Bat Mizwa

Was bedeutet Bar-Mizwa?

Freude am Erwachsenwerden: Bar-Mizwa beziehungsweise Firmung/ Konfirmation.

Eine jüdische Stimme


Im Judentum gelten Mädchen mit 12 und Jungen mit 13 Jahren als erwachsen, das heißt, in der Lage, Verantwortung für das eigene religiöse Leben und für die Erfüllung der Gebote vor Gott und den Menschen zu übernehmen. Von diesem Zeitpunkt an werden sie als „Bar Mitzwah“ bzw. „Bat Mitzwah“, als „Sohn/Tochter der Verpflichtung“, betrachtet und sind selbst verantwortlich für das Halten der Gebote. Erst seit dem Mittelalter begehen Jungen den Beginn dieser neuen Lebensphase mit einer Zeremonie, zu der das Rezitieren der Torah im Gottesdienst, ein Lehrvortrag und das Anlegen der Tefillin (Gebetsriemen) gehören. Von nun an werden sie zum Minjan, also des für bestimmte Gebete und Rituale notwendigen Quorums von zehn Männern, gerechnet. Für Mädchen bildeten sich erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts verschiedene Formen heraus, um die Bat Mitzwah zu feiern.

Die Vorbereitungen für die Bar/Bat Mitzwah ziehen sich bei Kindern je nach Vorwissen und Gemeindepraxis über ein bis drei Jahre hin. Im Gottesdienst legen sie zum ersten Mal ihren Tallit an und tragen den Wochenabschnitt der Torah ganz oder teilweise vor, meist in der traditionellen musikalischen Rezitationsweise. Dazu kommt noch die Haftarah, die Prophetenlesung, in Hebräisch oder in der Landessprache. Danach folgt eine kurze Predigt, manchmal wird auch ein Teil des Gottesdienstes vorgebetet. Daran schließt der Kiddusch, ein festlicher Imbiss, in der Gemeinde an und danach wird im privaten Rahmen mit Familie und Freundeskreis weitergefeiert.

– Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg

Was bedeutet Konfirmation?

Freude am Erwachsenwerden: Bar-Mizwa beziehungsweise Firmung /Konfirmation.

Eine christliche Stimme


Sowohl Judentum als auch Christentum kennen Rituale des Erwachsenwerdens und Zeichenhandlungen, welche die zivile und religiöse Mündigkeit zum Ausdruck bringen. Während die erste öffentliche Thoralesung für Jüdinnen und Juden der Beginn dafür ist, dass die religiösen Rechte und Pflichten übernommen werden, so ist die Firmung in der römisch-katholischen Kirche das Sakrament der Mündigkeit. Der Bischof verleiht und feiert die Gabe des Geistes unter Gebet und Salbung bzw. Handauflegung. Die Firmanden empfangen Gottes Geist. Sie erwidern den Friedensgruss und sind bereit, sich selbst mit ihren Charismen in den Dienst der Menschen zu stellen. Die Firmpat*innen unterstützen sie dabei, was sie mit der Hand auf der Schulter der Jugendlichen signalisieren.
In der Evangelischen Kirche bekräftigen junge Menschen ihre Aufnahme in die christliche Gemeinde, die zuvor mit der Taufe, meist im Säuglingsalter, geschehen ist. Sie sind eingeladen, ihren Weg des Glaubens in der Gemeinschaft anderer Christinnen und Christen zu gehen und sich mit ihren Gaben und Fähigkeiten in der Gemeinde einzubringen.

– Stephan Leimgruber

Jüdisch beziehungsweise christlich

Quelle: #Jüdischbzw.christlich
Pessach und Ostern

Herzlich willkommen zur Kampagne „#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“!

Was feiern Juden und Jüdinnen im Dezember? Wie hängen das Osterfest und Pessach zusammen? Warum beginnt das Jahr 5782 im September? Diese und ähnliche Fragen zur Beziehung von Juden und Christen werden in diesem Jahr auf 13 Monatsplakaten aufgegriffen.

Sie werden jeden Monat ein neues Plakat in unserem Schaukasten vor der Kirche sehen können, das jeweils die Überschrift trägt: „#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“. Und hier auf unserer Homepage finden Sie dazu jeden Monat erläuternde Begleittexte.

Im März werden z.B. Ostern und Passah in Beziehung gesetzt.
Gibt es Unterschiede? Jede Menge! Jedoch gibt es immer wieder auch Parallelen und – manchmal an der Oberfläche oder tief verborgen: Gemeinsamkeiten und überraschende Nähe.

Die Plakataktion ist das Herzstück einer Kampagne, die von vielen Bistümern und Landeskirchen, darunter auch Bistum Osnabrück und Landeskirche Hannovers, mitgetragen sowie von der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland
unterstützt wird. Die Kampagne ist ein ökumenischer Beitrag der
Kirchen zum Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.

Umrahmt wird das Festjahr durch verschiedene Zoom-Vorträge und
andere landesweite Aktionen, an denen Sie teilnehmen können. Mehr
Informationen, auch Kurzvideos u.a. mit dem Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode und dem Rabbiner Shimi Lang von der Jüdischen
Gemeinde Osnabrück finden Sie hier:

https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/frontnews/2021/01/07
https://www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de
https://www.1700jahre.de

Eine fröhliche Entdeckungsreise durch das Jubiläumsjahr 2021 
wünscht herzlich! 

Ihre 
Daniela Koeppler

Zu den Festen

Pessach beginnt dieses Jahr am Samstagabend, 27. März 

Pessach hat vier Namen: Es ist das „Frühlingsfest“, weil Pessach immer im Frühlingsmonat Nissan begangen wird. Es ist das „Fest der Matzah“, denn für die Pessachwoche werden Brot und alle Getreideprodukte (Mehl, Kuchen, Nudeln usw.) aus dem Haushalt verbannt. Stattdessen wird das „Ungesäuerte Brot“, die Matzah, und aus Matzemehl hergestellte Teigwaren gegessen. Es ist das „Überschreitungsfest“ (so die wörtliche Bedeutung von „Pessach“), weil der Todesengel die Häuser des Israeliten ausließ. Aber am markantesten erfasst wohl die Bezeichnung „Fest der Freiheit“ den Inhalt des einwöchigen Feiertags.

Zu Pessach feiern wir den Auszug Israels aus der Sklaverei Ägyptens. In Erinnerung an diesen Befreiungsakt Gottes begehen wir eine Woche lang ein Fest, das bei religiösen wie bei säkularen Juden so tief verankert ist wie wohl kein anderes Datum des jüdischen Kalenders. Schon Wochen zuvor beginnen die Festtagsvorbereitungen: Die Wohnung wird gründlich geputzt und alle Lebensmittel, die etwas von den fünf Getreidearten Weizen, Gerste, Roggen, Hafer oder Dinkel enthalten, werden aussortiert. Alle Orte, an denen sich auch nur Überreste davon finden könnten, werden gereinigt, sogar Kekskrümel aus Büchern geschüttelt oder das Auto staubgesaugt. Viele Familien benutzen auch ein eigenes Pessach-Geschirr, um jegliche Getreiderückstände („Chametz“ genannt) zu vermeiden. Am Abend vor dem Festbeginn wird die Wohnung nach letzten Überresten von Chametz durchsucht. Doch während der Feiertage leidet niemand Mangel – statt Brot gibt es ja Matzah, und außerdem hat die jüdische Küche eine große Vielfalt von regional verschiedenen Pessachrezepten entwickelt, die auf phantasievolle Weise die ausgesonderten Lebensmittel ersetzen. Während diese Umstellung der Essgewohnheiten das Pessachfest spürbar prägen, liegt doch sein Hauptinhalt im Thema der Befreiung.

Es geht um die Erinnerung an die Leiden Israels in der Knechtschaft und um die Würdigung des Aufbruchs in die Freiheit, der mit Hilfe Gottes gelang. Aber im Mittelpunkt steht nicht das einfache Nacherzählen der damaligen Erlebnisse der Israeliten, sondern die Vergegenwärtigung der Befreiungserfahrung: „In jeder Generation ist jede/r verpflichtet, sich so zu betrachten, also ob er/sie selbst aus Ägypten ausgezogen wäre“. Nicht von außen, zeitlich und räumlich entfernt von den Ereignissen, soll der Auszug aus Ägypten betrachtet werden, sondern als ob man selbst Teil davon war. Jede/r soll die Erfahrung der Befreiung selbst empfinden können und sich selbst als ein Teil des Volkes Israel begreifen.

Das zentrale Gebot lautet, davon den Kindern zu erzählen, um auch ihnen diese Identifikation mit der Geschichte Israels zu ermöglichen. So beginnt das einwöchige Pessachfest mit dem Sederabend – Familie und Freunde oder auch die Gemeindemitglieder versammeln sich zu einem Festmahl, das einer bestimmten Ordnung („Seder“) folgt. Strukturiert wird diese durch die Haggadah („Erzählung“), einer Kompilation von Texten aus der Bibel, aus rabbinischer und mittelalterlicher Literatur, die vom Weg Israels nach Ägypten und von seiner dortigen Unterdrückung handeln und berichten, wie Gott sie mit „starkem Arm und ausgestreckter Hand“ von dort herausführte und errettete. Die Erzählung wird auch sinnlich erfahrbar durch verschiedene symbolische Speisen, die auf dem Sederteller angeordnet sind: Bitterkräuter stehen für das bittere Los der Sklaverei, ein braunes Mus aus Äpfeln und Nüssen erinnert an die Lehmziegel, die in der Zwangsarbeit hergestellt werden mussten, Salzwasser symbolisiert die von den Israeliten vergossenen Tränen. Die Matzah ist das ungesäuerte „Brot der Armut“, das die Israeliten als eilig zubereitete Wegzehrung mitnahmen. Über den langen Abend hinweg werden auch vier Gläser Wein oder Traubensaft getrunken, die einzelne Stufen des Erlösungsprozesses markieren.

Den Auftakt zur Erzählung vom Auszug aus Ägypten geben vier, von Kindern gestellte Fragen, die auf die sichtbaren Unterschiede des Sederabends zu einem gewöhnlichen Familienmahl hinweisen und sich nach deren Grund erkundigen. Als Antwort darauf soll nicht nur der traditionelle Text der Haggadah vorgelesen werden, sondern die Erwachsenen sollen ihn anreichern durch eigene Erläuterungen, Auslegungen und persönliche Erfahrungen von Knechtschaft und Befreiung. Lieder, Spiele und ein üppiges Mahl halten Jung und Alt wach. Das Zelebrieren von historischer Vergegenwärtigung, das sinnliche Lernen vermittels essbarer Symbole, das gesellige Beisammensein mehrerer Generationen und ihre Erzählungen hinterlassen bei allen Anwesenden einen tiefen Eindruck und bleibende Erinnerungen. Die Bedeutung des Sederabends für die Weitergabe und Stärkung jüdischer Identität kann kaum überschätzt werden.

Während der Sederabend traditionell ein Familienfest ist, wird er in den meisten jüdischen Gemeinden Deutschlands auch als Gemeindeseder gefeiert. Historisch bedingt gibt es nur wenige jüdische Familien, die mehrere Generationen umfassen, und viele der Zuwanderer haben erst im Erwachsenenalter ihren ersten Seder erlebt. Die Erfahrung von Exodus und Aufbruch in die Freiheit gehört jedoch zu den Biographien der meisten Gemeindemitglieder, besonders jener, die aus der früheren Sowjetunion und aus anderen Staaten des ehemaligen Ostblocks eingewandert sind. Pessach handelt also nicht nur von einem mythologischen Geschehen vor mehr als dreitausend Jahren in Ägypten, sondern ist Teil jüdischen Selbstverständnisses hier und heute.

Nach dem Sederabend geht das Pessachfest noch sieben Tage weiter. Die meisten begehen diese Woche vor allem kulinarisch, also durch das Essen von Matzah und besonderen Pessachgerichten. Da Pessach meist in die Zeit der Osterferien fällt, unternehmen viele Ausflüge und Besuche bei Verwandten und Freunden. Liturgisch bedeutsam ist das Gebet um Tau am ersten Tag, das den jahreszeitlichen Charakter von Pessach als Frühlingsfest hervorhebt. Der letzte Tag von Pessach ist wieder ein Vollfeiertag, der des Durchzugs der Israeliten durch das Schilfmeer gedenkt. Im Gottesdienst wird festlich das Schilfmeerlied (Ex 15) vorgetragen. Nach Ausgang des Feiertages zelebrieren manche die Rückkehr zur gewohnten Ernährung mit allen möglichen Getreideprodukten durch demonstrativen Verzehr von Pizza und Bier. Abgenommen hat aber während Pessach bestimmt niemand.

– Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg

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Wir trinken auf das Leben: Purim beziehungsweise Karneval.

Eine jüdische Stimme zu Purim

Kleine und große Clowns, Ritter, Prinzessinnen, Monster, Hexen, Zebras, Hasen und andere phantasievoll gekleidete Gestalten haben sich in der Synagoge versammelt, machen Krach mit Hilfe von Rasseln, trampeln mit den Füßen, pfeifen und bringen „Buh“-Rufe aus. Und all das bei der Verlesung eines biblischen Buches?? Purim ist das Lieblingsfest jüdischer Kinder, denn sie dürfen sich nach Herzenslust verkleiden und brauchen nicht still sitzen, weil der Lärm sogar Teil der Liturgie ist. Wann immer der Übeltäter Haman genannt wird, bricht ein enormer Krach aus, um dessen Namen auszulöschen.

Das Hören der Esther-Geschichte ist das wichtigste Gebot des Festes. Daneben ist es üblich, einander Süßigkeiten und selbst zubereitete Speisen zu schenken. Das typische Gebäck für Purim sind die „Haman-Taschen“ oder „Haman-Ohren“, dreieckige, mit Mohn, Datteln oder Marmelade gefüllte Kekse. Bedürftige Menschen werden mit Lebensmitteln oder mit Geld bedacht, damit auch sie sich Festmahlzeiten leisten können. Und warum heißt es „Esther-Rolle“? Weil der Text des Esther-Buchs aus einer auf Pergament handgeschriebenen Rolle (Megillah), ähnlich einer Torah-Rolle, vorgetragen wird.

– Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg


Wir trinken auf das Leben: Purim beziehungsweise Karneval.
Eine christliche Stimme zu Karneval

Prächtige Prinzenwagen von Düsseldorf bis Mainz, spärlich bekleidete sambatanzende junge Frauen in Rio, vornehme Masken in Venedig, urtümliches Geistertreiben in Rottweil und Luzern – das sind Bilder, die beim Stichwort „Karneval“ aufsteigen. Dass „Karneval“ ursprünglich die Tage vor dem Beginn der vorösterlichen Fastenzeit im Christentum bezeichnet, ist heute wohl zunehmend weniger bewusst.

Traditionell verzichteten Christen und Christinnen in den vierzig Tagen vor Ostern auf den Verzehr von Fleisch und schränkten auch sonst ihr Leben ein. An Karneval sagte man „dem Fleisch Lebwohl“ („carne vale“). Hier durfte aber auch die Welt auf den Kopf gestellt werden. Spott auf die Herrschenden, Tanz, fette Speisen und ausgiebiger Alkoholkonsum gehörten dazu. Bezeichnungen wie das rheinische „Fastelovend“ („Fast-Abend“) oder „Fastnacht“ erinnern daran, dass Karneval eine Art Schwelle oder Übergang darstellt zwischen dem Leben im Alltag und der Zeit der Vorbereitung auf das Fest der Auferstehung Christi. Die „tollen Tage“ bergen aber auch ein utopisches Moment: dass das Leben mit seinen oft harten Begrenzungen und Ungerechtigkeiten nicht alles ist…

– Marie-Theres Wacker