© A.Hoge

Unser Adventskalender

Quelle: Aposteljugend
24. Türchen

24. Dezember

JESUS IST GEBOREN
Kaiser Augustus befiehlt: „Alle Menschen in meinem Reich sollen gezählt werden. Ihre Namen sollen in Listen aufgeschrieben werden. Jeder muss dazu in seine Heimatstadt gehen.“
Maria und ihr Mann Josef wohnen in Nazaret. Josef muss nach Betlehem gehen. Er macht sich auf den Weg. Maria geht mit ihm. Sie erwartet ein Kind.
In Betlehem sind viele Menschen. Maria und Josef finden kein Zimmer in einer Herberge. Sie müssen in einem Stall schlafen.
In der Nacht bekommt Maria ihr Kind. Es ist ein Sohn. Sie wickelt ihn in Windeln und legt ihn in die Futterkrippe.
Draußen auf dem Feld sind Hirten. Sie passen auf ihre Schafe auf. Plötzlich wird es ganz hell: Ein Engel kommt zu ihnen. Die Hirten erschrecken sich. Aber der Engel sagt zu ihnen: „Habt keine Angst! Ich bringe euch große Freude! Gott hat den Retter für die Menschen geschickt. Heute ist er in Betlehem geboren worden. So könnt ihr ihn erkennen: Er liegt als Kind in einer Krippe, in Windeln gewickelt.“
Plötzlich ist da eine ganze Schar von Engeln. Sie singen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden! Gott hat die Menschen lieb.“
Dann sind die Engel wieder fort. Die Hirten wollen das Kind sehen. Sie gehen schnell nach Betlehem.
Die Hirten kommen zum Stall. Sie finden Maria und Josef und das Kind in der Krippe. Die Hirten erzählen, was der Engel von dem Kind gesagt hat. Dann gehen sie wieder zu ihren Schafen. Sie loben und danken Gott.
Lukas 2

Text: Karin Jeromin und Mathias Jeschke, aus: Komm, freu dich mit mir, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S. 20-27).

Lied für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=5KiYWOQuUTw
Quelle: Aposteljugend
23. Türchen

23. Dezember

DIE STERNDEUTER
In einem fernen Land im Osten leben kluge Männer. Jede Nacht beobachten sie die Sterne. Auf einmal entdecken sie einen neuen Stern. Die Männer sagen zueinander: „Der Stern ist ein Zeichen. Ein König ist geboren worden.“
Die Männer machen sich auf den Weg. Sie folgen dem Stern.
Die Sterndeuter gehen nach Jerusalem, in den Palast des Königs. Sie fragen König Herodes: „Wo finden wir den neugeborenen König? Ein Stern hat uns seine Geburt angekündigt!“
Herodes erschrickt. Er denkt: „Ich bin der König - und niemand sonst!“ Er sagt zu den Sterndeutern: „Sagt mir, wenn ihr das Kind gefunden habt. Ich will auch zu ihm gehen und ihm Ehre erweisen.“ Aber Herodes lügt. Er will das Kind töten lassen, wenn er es findet.
Die Sterndeuter folgen dem Stern. Er führt sie nach Betlehem. Über dem Stall bleibt der Stern stehen, genau dort, wo Jesus geboren ist.
Die Männer gehen hinein. Sie finden das Kind mit seiner Mutter Maria. Sie knien vor ihm nieder. Sie haben kostbare Geschenke mitgebracht: Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Gott sagt zu ihnen: „Geht nicht wieder zu Herodes. Er will das Kind töten, wenn er es findet.“
Da gehen die Sterndeuter nicht wieder nach Jerusalem. Sie kehren auf einem anderen Weg in ihre Heimat zurück.
Matthäus 2

Text: Karin Jeromin und Mathias Jeschke, aus: Komm, freu dich mit mir, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S. 30-35).

Lied für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=bqmeI6q0Z3U
Quelle: Aposteljugend
22. Türchen

22. Dezember

DAS GLEICHNIS VOM VERIRRTEN SCHAF
Alle Zolleinnehmer und andere Menschen, die ein Leben voller Schuld führten, kamen zu Jesus, um ihm zuzuhören. Die Pharisäer und Schriftgelehrten ärgerten sich darüber. Sie sagten: »Mit solchen Menschen gibt er sich ab und isst sogar mit ihnen!«
Da erzählte ihnen Jesus dieses Gleichnis:
»Stellt euch vor:
Einer von euch hat hundert Schafeund verliert eines davon. Wird er dann nicht die neunundneunzig Schafe in der Steppe zurücklassen und das verlorene Schaf suchen, bis er es findet?
Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voller Freude auf seine Schultern und trägt es nach Hause. Er ruft seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: ›Freut euch mit mir! Ich habe das Schaf wiedergefunden, das ich verloren hatte.‹
Das sage ich euch: Genauso freut sich Gott im Himmel über einen mit Schuld beladenen Menschen, der sein Leben ändert. Er freut sich mehr als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben, ihr Leben zu ändern.«
Lukas 15, 1-7

Text: BasisBibel. Neues Testament und Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart: www.basisbibel.de.

Video und Bastelidee für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=enw4g8bSs9g
Quelle: Aposteljugend
21. Türchen

21. Dezember

DIE ARBEITER IM WEINBERG
Gott liebt alle Menschen. Er hat alle gleich lieb. Jesus erzählt dazu eine Geschichte:
Ein Bauer hat einen großen Weinberg. Die Trauben sind reif. Er kann sie nicht allein abpflücken. Er braucht Arbeiter für seinen Weinberg.
Er geht früh am Morgen auf den Marktplatz. Da stehen Männer. Sie haben keine Arbeit. Der Bauer geht zu ihnen: „Ich habe Arbeit für euch. Kommt! Helft mir! Jeder bekommt ein Silberstück für den Tag.“
Mittags geht der Bauer wieder zum Marktplatz. Da stehen noch ein paar Männer. Er sagt: „Ich habe Arbeit für euch.“
Der Bauer braucht noch mehr Arbeiter. Nachmittags geht wieder zum Marktplatz. Da sitzen immer noch Männer herum. Niemand hat ihnen Arbeit gegeben.
Der Bauer sagt: „Ich habe Arbeit für euch. Kommt in meinen Weinberg! Helft mir!“
Es ist Feierabend. Der Bauer sagt zu seinem Verwalter: „Gib den Arbeitern ihren Lohn! Gib jedem ein Silberstück!“
Die letzten kommen zuerst an die Reihe. Jeder bekommt ein Silberstück. Die anderen denken: „Wir bekommen mehr. Wir haben mehr gearbeitet.“
Die anderen bekommen auch ein Silberstück. Sie sind unzufrieden. Sie schimpfen.
Einer sagt zum Bauern: „Warum bekommen die anderen genauso viel wie wir? Das ist ungerecht! Wir haben länger gearbeitet. Wir waren vom Morgen bis zum Abend im Weinberg!“
Der Bauer sagt zu ihm: „Ich habe dir ein Silberstück versprochen. Du hast dein Silberstück bekommen. Warum bist du unzufrieden?“
Der Bauer sagt: „Sei doch nicht neidisch! Ich will allen gleich viel geben. Es macht mir Freude zu schenken. Freu du dich mit!“
Jesus sagt: „Gott liebt alle Menschen. Er hat alle gleich lieb. Aber geht acht: Die Letzten werden die Ersten sein!“
Matthäus 20, 1-16

Text: Text: Hellmut Haug, aus: Das Große Bibel-Bilderbuch, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S.274-285).

Video für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=KSAryCjYu5s
Quelle: Aposteljugend
20. Türchen

20. Dezember

JESUS UND DIE KINDER
Einige Leute brachten Kinder zu Jesus. Er sollte sie segnen. Aber die Jünger wiesen sie schroff zurück.
Als Jesus das merkte, wurde er zornig und sagte zu ihnen: »Lasst doch die Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht daran. Denn für Menschen wie sie ist das Reich Gottes da.
Amen, das sage ich euch: Wer sich das Reich Gottes nicht wie ein Kind schenken lässt, wird nie hineinkommen.«
Und er nahm die Kinder in die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie.
Markus 10, 13-16

Text: BasisBibel. Neues Testament und Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart: www.basisbibel.de.

Video für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=S_H2PXYQWcU
Quelle: Aposteljugend
19. Türchen

19. Dezember

DER VATER UND SEINE BEIDEN SÖHNE
Zu Jesus kommen viele Menschen: Junge und Alte, Arme und Reiche, Gesunde und Kranke. Jesus schickt niemanden weg, denn Gott liebt alle Menschen. Alle sollen das wissen. Deshalb erzählt Jesus eine Geschichte:
Ein Mann hat zwei Söhne. Sie werden einmal alles bekommen, was ihrem Vater gehört: das Haus, die Felder und die Tiere. Eines Tages kommt der jüngere Sohn zu seinem Vater. Er sagt: „Bitte, gib mir meinen Anteil vom Besitz.“ Der Vater teilt alles auf, was ihm gehört, und gibt es seinen beiden Söhnen. Der Jüngere verkauft alles, was er bekommt. Dann packt er seine Sachen und geht in ein fremdes Land. 
Dort lebt er in Saus und Braus. Er feiert lustige Feste und gibt das ganze Geld aus. Jetzt geht es ihm schlecht. Er hat kein Geld mehr und kann nichts zu essen kaufen. Er geht zu einem Bauern und sagt: „Ich habe solchen Hunger. Gib mir etwas zu essen. Ich will dafür arbeiten.“ Der Bauer sagt: „Pass auf die Schweine auf! Aber damit du es weißt: Du bekommst nichts von dem guten Schweinefutter!“ So hütet er die Schweine. Da denkt er an zu Hause: „Mein Vater hat viele Arbeiter. Alle bekommen genug zu essen. Und ich sterbe fast vor Hunger. Ich will zu meinem Vater gehen und sagen: >Ich kann nicht mehr dein Sohn sein. Lass mich als Knecht bei dir arbeiten!<“
Er geht zurück zu seinem Vater. Sein Vater sieht ihn schon von weitem kommen und läuft ihm entgegen. Er umarmt ihn und küsst ihn. Der Sohn sagt: „Vater, es war nicht recht, was ich getan habe. Ich kann nicht mehr dein Sohn sein. Bitte, lass mich als Knecht bei dir arbeiten.“ Aber der Vater sagt zu seinen Dienern: „Mein Sohn ist wieder da! Holt die besten Kleider für ihn! Bringt ihm einen schönen Ring und Schuhe! Kocht ein Festessen! Wir wollen feiern und uns freuen. Denn ich habe gedacht, mein Sohn ist tot, und jetzt ist er wieder bei uns.“
Der ältere Sohn kommt von der Arbeit nach Hause. Da hört er das Singen und Tanzen. Er fragt einen Diener: „Was ist denn los?“ Der Diener sagt: „Dein Bruder ist wieder da. Dein Vater gibt ein Fest für ihn.“ Der ältere Sohn wird zornig. Er will nicht ins Haus gehen. Sein Vater kommt zu ihm heraus. Der Sohn sagt zu ihm: „Ich habe für dich gearbeitet, die ganze Zeit. Und du hast mir nichts gegeben. Aber für diesen Nichtsnutz gibst du ein Fest!“ Der Vater antwortet: „Es ist doch dein Bruder! Er war verloren, und jetzt ist er wiedergefunden. Komm, freu dich mit mir!“
Lukas 15

Text: Karin Jeromin und Mathias Jeschke, aus: Komm, freu dich mit mir, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S. 208-215).

Quelle: Aposteljugend
18. Türchen

18. Dezember

JESUS IST AUFERSTANDEN
Zwei Tage später gehen die Frauen zum Grab. Da sehen sie: Der Stein ist weggerollt. Das Grab ist offen. Sie gehen in das Grab hinein. Jesus ist nicht mehr da. Die Frauen fragen sich: "Wo ist Jesus?"
Plötzlich sind da zwei Engel. Sie sagen zu den Frauen: "Ihr sucht Jesus? Hier könnt ihr ihn nicht finden. Er ist nicht mehr tot, er lebt! Gott hat ihn vom Tod auferweckt!"
Die Frauen laufen schnell zu den Jüngern. Sie erzählen vom leeren Grab und den beiden Engeln. Aber die Jünger wollen ihnen nicht glauben. Sie sagen: "Das kann doch gar nicht sein!" Petrus will es genau wissen. Er steht auf und geht zum Grab. Er schaut hinein: Nur das Leinentuch liegt noch da. Petrus fragt sich: "Was ist mit Jesus? Kann es wahr sein, dass er lebt?"
Am gleichen Tag gehen zwei andere Jünger von Jerusalem zum Dorf Emmaus. Sie sprechen über das, was die Frauen erzählt haben. Sie sind traurig, weil sie denken: Jesus ist tot. Da kommt ein Wanderer. Er geht mit auf ihrem Weg. Es ist Jesus, aber die Jünger erkennen ihn nicht. Jesus fragt: "Warum seid ihr so traurig?" Da erzählen ihm die Jünger, was geschehen ist.  Jesus sagt zu ihnen: "Gott hat gewollt, dass alles so kommt. Warum glaubt ihr nicht?"
Sie kommen nach Emmaus. Die Jünger bitten den Wanderer: "Bleib bei uns! Es ist schon Abend. Gleich wird es dunkel." Jesus geht mit ihnen ins Haus. Bei Tisch nimmt Jesus das Brot. Er dankt Gott dafür. Er bricht es in Stücke und gibt es ihnen. Da gehen ihnen die Augen auf. Sie sehen: Es ist Jesus!
Im gleichen Augenblick ist Jesus verschwunden. Die beiden Jünger laugen zurück nach Jerusalem. Sie erzählen den anderen: "Jesus lebt, er ist wirklich auferstanden! Wir haben ihn mit eigenen Augen gesehen!"
Lukas 24

Text: Karin Jeromin und Mathias Jeschke, aus: Komm, freu dich mit mir, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S. 58-65).

Video für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=GUhmCqxvr2Q
Quelle: Aposteljugend
17. Türchen

17. Dezember

JESUS MUSS STERBEN
Jesus kommt zurück zu den Jüngern. Sie sind eingeschlafen. Jesus weckt sie auf und sagt zu ihnen: „Wie könnt ihr jetzt schlafen? Es kommt eine schwere Zeit und ihr seid schwache Menschen. Darum bleibt wach und betet.“ Dann geht er noch einmal in den Garten hinein und betet.
Die Jünger schlafen wieder ein. Als Jesus zurückkommt, weckt er sie auf und sagt: „Wacht auf! Jetzt ist es soweit. Da kommt er, der mich verrät.“
Es ist Judas, einer von den Jüngern. Männer mit Schwertern und Knüppeln sind bei ihm. Judas geht zu Jesus. Er begrüßt ihn und gibt ihm einen Kuss.
Jetzt wissen die Männer: Das ist Jesus! Sie packen ihn und nehmen ihn gefangen.
Da bekommen die Jünger Angst. Sie laufen alle weg und lassen Jesus allein.
Die Männer bringen Jesus zum Obersten Priester. In seinem Haus sind alle wichtigen Männer aus dem Volk zusammengekommen. Sie wollen Jesus verurteilen. Der Oberste Priester fragt Jesus: „Bist du der König, den Gott uns schickt? Bist du der Sohn Gottes?“ Jesus antwortet: Ja, ich bin es!“ Zornig ruft der Oberste Priester: „Habt ihr das gehört? Er macht sich selbst zum Sohn Gottes. Er beleidigt Gott. Dafür muss er sterben.“
Sie bringen Jesus zum römischen Statthalter. Der Statthalter heißt Pilatus. Nur Pilatus darf jemanden zum Tod verurteilen.
Pilatus fragt Jesus: „Bist du der König der Juden?“ Jesus antwortet: „Ja, du sagst es.“
Pilatus fragt das Volk: „Was soll ich mit diesem König der Juden machen? Soll ich ihn freilassen?“
Aber alle rufen: „Ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz mit ihm!“ Pilatus sagt: „Dann soll er gekreuzigt werden.“
Die Soldaten von Pilatus setzen Jesus eine Krone aus Dornen auf. Sie treiben ihren Spott mit ihm und rufen: „Hoch lebe der König der Juden!“
Dann führen sie Jesus aus der Stadt hinaus. Sie kommen zum Hügel Golgota.
Jesus wird von den Soldaten gekreuzigt. Dann würfeln sie um seine Kleider. Die Leute verspotten Jesus und beschimpfen ihn. Plötzlich wird es am hellen Tag finster. Jesus schreit laut auf und stirbt. Da sagt einer von den Soldaten, ein römischer Hauptmann: „Dieser Mann war wirklich Gottes Sohn.“ Weiter weg stehen einige Frauen. Sie sind mit Jesus nach Jerusalem gekommen. Sie haben alles mit angesehen.
Josef von Arimathäa ist ein Freund von Jesus. Er geht zu Pilatus und bittet ihn: „Jesus ist tot. Darf ich ihn vom Kreuz nehmen?“ Pilatus erlaubt es ihm.
Josef kauft ein Leinentuch. Er nimmt Jesus vom Kreuz und wickelt ihn in das Tuch. Dann legt er ihn in ein Grab. Es ist in einen Felsen gehauen. Josef rollt einen Stein vor das Grab. Die Frauen sehen zu. Sie merken sich, wo Jesus liegt.
Markus 14-15

Text: Karin Jeromin und Mathias Jeschke, aus: Komm, freu dich mit mir, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S. 48-55)

Video für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=2dg8fUFDqNQ
Quelle: Aposteljugend
16. Türchen

16. Dezember

JESUS KOMMT NACH JERUSALEM
Jesus und seine Jünger gehen zusammen nach Jerusalem. Sie wollen dort das Passa-Fest feiern. Jesus sagt zu seinen Jüngern: „In Jerusalem wird man mich gefangen nehmen und töten. Aber nach drei Tagen werde ich vom Tod auferstehen.“
Es ist nicht mehr weit nach Jerusalem. Jesus sagt zu zwei Jüngern: „Geht in das nächste Dorf. Dort findet ihr einen jungen Esel. Bringt ihn her. Ich brauche ihn. Ihr könnt ihn später wieder zurückbringen.“
Die beiden Jünger holen den Esel. Sie legen ihre Mäntel auf seinem Rücken. Dann steigt Jesus auf den Esel und reitet auf ihm mach Jerusalem.
Die Leute sehen Jesus kommen. Sie breiten ihre Mäntel vor ihm auf der Erde aus. Sie brechen Zweige von den Bäumen und legen sie auf den Weg.
Die Menschen jubeln und rufen Jesus zu: „Hosianna! Wir grüßen unseren König. Gott hat ihn geschickt! Gepriesen sei Gott in der Höhe!“
Sie freuen sich und denken: „Jetzt trifft ein, was Gott gesagt hat: ‚Dein König kommt zu dir, Jerusalem! Er bringt den Frieden. Er reitet auf einem Esel.‘“

Das Passa-Fest beginnt. An diesem Abend essen die Juden in ihren Häusern ein Passa-Lamm. Auch Jesus feiert das Passa-Fest mit seinen Jüngern: Am Abend essen sie zusammen.
Auf einmal sagt Jesus: „Einer von euch wird mich verraten!“
Die Jünger erschrecken. Einer mach dem anderen fragt: „Du meinst doch nicht mich?“ Jesus sagt: „Einer von euch wird es tun.“
Jesus nimmt das Brot. Er dankt Gott dafür. Er bricht es in Stücke und gibt jedem etwas davon. Dazu sagt er: „Nehmt und esst! Das Brot bin ich. Ich gebe mich für euch alle.“
Dann nimmt Jesus den Becher mit Wein. Er dankt Gott dafür. Er gibt ihn den Jüngern und sagt: „Trinkt alle daraus! Der Wein ist mein Leben. Ich verschenke mein Leben für euch alle. So zeigt Gott euch seine Liebe.“
Zum Schluss singen alle das Danklied.
Jesus geht mit seinen Jüngern zum Ölberg. Sie kommen in einen Garten. Er heißt Getsemani. Jesus sagt: „Wartet hier auf mich. Ich will allein sein und beten. Bleibt wach und betet auch.“
Jesus geht weiter in den Garten hinein. Er wirft sich auf die Erde. Er hat Angst und betet: „Mein Vater! Dir ist alles möglich. Erspare mir dieses Leiden! Aber es soll geschehen, was du willst, nicht was ich will.“
Markus 11;14

Text: Karin Jeromin und Mathias Jeschke, aus: Komm, freu dich mit mir, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S. 39-45)

Video für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=Xtmaq8W3bQo
Quelle: Aposteljugend
15. Türchen

15. Dezember

DER BARMHERZIGE SAMARITER
Ein Mann fragt Jesus: „Was will Gott von mir?“ Jesus sagt: „Was steht denn in der Bibel?“ Der Mann antwortet: „Liebe Gott und liebe deinen Nächsten!“ Jesus sagt: „Dann tu das!“ Der Mann fragt: „Aber wer ist denn das, mein Nächster?“ Da erzählt Jesus eine Geschichte:
Ein Mann aus Jerusalem macht eine Reise. Er will nach Jericho. Auf dem Weg überfallen ihn Räuber. Sie nehmen ihm alles weg. Sie schlagen ihn zusammen. Dann laufen sie fort und lassen ihn halb tot liegen.
Da kommt ein Priester. Er war im Tempel in Jerusalem. Dort hält er den Gottesdienst. Er sieht den verletzten Mann. Aber er geht vorbei.
Wieder kommt ein Mann. Er war auch im Tempel. Dort hilft er dem Priester beim Gottesdienst. Er sieht den verletzten Mann. Auch er geht vorbei.
Da kommt ein Mann aus Samarien, ein Samariter. Die Leute von Jerusalem und die Samariter sind Feinde. Der Samariter sieht den verletzten Mann. Er geht zu ihm hin.
Er reinigt seine Wunden und verbindet sie.
Er setzt den Mann auf seinen Esel. Dann bringt er ihn in ein Gasthaus. Dort legt er den Mann in ein Bett und sorgt für ihn. Am nächsten Morgen muss der Samariter weiter reisen. Er gibt dem Wirt Geld. Er sagt: „Sorge für den Mann! Wenn es mehr kostet, bezahle ich es, wenn ich zurück komme.“
Das ist die Geschichte, die Jesus erzählt hat. Er sagt zu dem Mann: „Nimm dir ein Beispiel an diesem Samariter. Er hat gewusst, was Gott von ihm will.“
 Lukas 10

Text: Karin Jeromin und Mathias Jeschke, aus: Komm, freu dich mit mir, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S. 198-205)

Lied für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=9GZW9dxESMY
Quelle: Aposteljugend
14. Türchen

14. Dezember

JESUS UND DER GELÄHMTE
Jesus ist in ein Haus gegangen. Viele Menschen kommen. Sie wollen Jesus sehen. Sie wollen hören, was er von Gott erzählt. Das Haus ist voller Leute. Viele stehen vor der Tür. Niemand kann mehr hinein. Da kommen vier Männer mit einem Kranken. Er kann sich nicht bewegen. Er ist gelähmt. Seine Freunde tragen ihn. Sie wollen ihn zu Jesus bringen.
Die Männer können nicht zur Tür hineingehen. Zu viele Leute stehen im Weg. Die Männer gehen um das Haus herum. Sie steigen auf das Dach. Sie machen ein Loch in das Dach, genau über Jesus. Dann lassen sie den Kranken in einer Decke hinunter.
Jesus sieht den Kranken. Er merkt: Die Männer haben großes Vertrauen zu ihm. Sie glauben, dass er helfen kann. Jesus sagt zu dem Gelähmten: "Freu dich! Deine Schuld ist dir vergeben. Gott ist nicht böse auf dich. Er hat dich lieb."
Ein paar fromme Männer hören, was Jesus sagt. Sie denken: "Das darf Jesus nicht sagen! Nur Gott kann Schuld vergeben." Jesus weiß, was sie denken. Er sagt: "Was ist leichter? Zu dem kranken Mann sagen: >Deine Schuld ist dir vergeben< - oder ihn gesund machen? Ich will euch zeigen, dass ich Schuld vergeben kann. "
Jesus sagt zu dem gelähmten Mann: "Steh auf! Nimm deine Decke und geh nach Hause." Sofort steht der Mann auf. Er nimmt seine Decke und geht hinaus.
Die Menschen staunen. Sie loben Gott und sagen: "So etwas haben wir noch nie gesehen!"
Markus 2

Text: Karin Jeromin und Mathias Jeschke, aus: Komm, freu dich mit mir, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S. 166-171).

Video für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=k5bqxZ0IISc
Quelle: Aposteljugend
13. Türchen

13. Dezember

JESUS UND DER STURM
Jesus ist mit seinen Jüngern am See Gennesaret. Viele Leute kommen zu Jesus. Er erzählt ihnen Geschichten von Gott. Am Abend sagt Jesus zu den Jüngern: "Kommt wir wollen über den See fahren." Sie verabschieden sich von den Leuten. Dann steigen Jesus und seine Jünger in ein Boot. Sie fahren über den See.
Jesus ist müde. Er legt sich auf ein Kissen und schläft. Auf einmal kommt ein starker Wind, ein richtiger Sturm. Überall sind hohe Wellen. Die Wellen sind gefährlich. Das Boot wird hin- und hergeworfen. Es füllt sich mit Wasser. Die Jünger haben große Angst. Aber Jesus schläft ganz ruhig. Die Jünger wecken ihn auf. Sie rufen: "Herr, merkst du es nicht? Wir gehen unter!"
Jesus steht auf. Er spricht zu dem Wind und den Wellen: "Schweigt jetzt! Seid still!" Da legt sich der Wind. Es wird ganz still. Der See liegt ruhig da.
Jesus sagt zu seinen Jüngern: "Warum habt ihr solche Angst? Ich bin doch bei euch. Ihr könnt mir vertrauen." Die Jünger sagen zueinander: "Woher hat Jesus solche Macht? Sogar der Wind und die Wellen gehorchen ihm!"
Markus 4

Text: Karin Jeromin und Mathias Jeschke, aus: Komm, freu dich mit mir, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S. 174-181).

Lied für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=HGLJWiSa1zA
Quelle: Aposteljugend
12. Türchen

12. Dezember

JESUS MACHT FÜNFTAUSEND MENSCHEN SATT
Die Leute sahen, wie sie abfuhren, und viele erkannten, wo sie hinwollten. So strömten sie auf dem Landweg aus allen umliegenden Orten herbei und kamen noch vor ihnen dort hin.
Als Jesus ausstieg, sah er die große Volksmenge und bekam Mitleid mit den Menschen. Sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er redete lange zu ihnen. So vergingen viele Stunden.
Da kamen seine Jünger zu ihm und sagten: »Es ist eine einsame Gegend hier und es ist sehr spät. Lass doch die Leute gehen. Dann können sie zu den umliegenden Höfen und in die Dörfer ziehen, und sich etwas zu essen kaufen.«
Aber Jesus antwortete ihnen :»Gebt ihr ihnen etwas zu essen.«
Da sagten sie zu ihm: »Sollen wir etwa losgehen und für zweihundert Silbermünzen Brot kaufen und es ihnen zu essen geben?«
Jesus fragte sie: »Wie viele Brote habt ihr dabei? Geht und seht nach.«
Als sie es herausgefunden hatten, sagten sie: »Fünf, und zwei Fische.«
Und er ordnete an: »Alle sollen sich in Gruppen zum Essen im grünen Gras niederlassen.«
So lagerten sich die Leute in Gruppen zu hundert oder zu fünfzig. Dann nahm Jesus die fünf Brote und die zwei Fische. Er blickte zum Himmel auf und sprach das Dankgebet. Dann brach er die Brote in Stücke und gab sie seinen Jüngern, die sie verteilen sollten. Auch die zwei Fische ließ er an alle austeilen.
Alle aßen und wurden satt. Sie sammelten noch zwölf Körbe voll mit den Brot- und Fischresten. Es waren fünftausend Männer,die von den Broten gegessen hatten.
Markus 6, 33-44

BasisBibel. Neues Testament und Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart: www.basisbibel.de.

Geschichte für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=DC5pEwKYXjs
Quelle: Aposteljugend
11. Türchen

11. Dezember

JESUS WIRD GETAUFT
Johannes ist erwachsen. Er wohnt nicht mehr bei seinen Eltern Elisabeth und Zacharias. Er lebt in der Wüste. Dort bekommt er einen Auftrag von Gott. Johannes geht zu den Menschen und sagt: "Zeigt Gott, dass ihr zu ihm gehören wollt. Ihr tut viele böse Dinge. Ihr lebt nicht so, wie Gott es will. Kehrt um, bessert euch. Gott will euch vergeben, was ihr falsch gemacht habt! Lasst euch taufen. So macht ihr einen neuen Anfang mit Gott." Die Leute fragen: "Was sollen wir tun?" Johannes antwortet: "Hast du zwei Hemden? Dann gib dem eins ab, der kein Hemd hat. Hast du genug zu essen? Dann teile es mit einem, der Hunger hat." Die Menschen erzählen ihm, was sie falsch gemacht haben. Sie wollen sich ändern. Johannes geht mit ihnen zum Jordan und tauft sie.
Viele Menschen kommen zu Johannes. Sie fragen ihn: "Bist du der Retter, den Gott uns schickt?" Johannes sagt: "Ich taufe euch mit Wasser. Aber Gott schickt einen, der hat viel mehr Macht als ich. Er ist der Retter für die Menschen. Er tauft euch mit dem Heiligen Geist."
Eines Tages geht Jesus zu Johannes an den Jordan. Jesus sagt zu Johannes: "Taufe mich! So will es Gott."
Johannes tauft Jesus. Jesus steigt aus dem Wasser. Da öffnet sich der Himmel. Der Heilige Geist kommt zu Jesus. Wie eine Taube schwebt er auf ihn herab. Gott sagt zu Jesus: "Du bist mein geliebter Sohn. Ich habe dich ausgewählt."
Lukas 3, Matthäus 3

Text: Karin Jeromin und Mathias Jeschke, aus: Komm, freu dich mit mir, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S. 160-163).

Geschichte für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=gMMDcxvjazY
Ein bekanntes Tauflied: https://www.youtube.com/watch?v=oCQVjZ23wfo
Quelle: Aposteljugend
10. Türchen

10. Dezember

ABRAHAM UND SARA
Abraham und seine Frau Sara wohnen in der Stadt Haran. Dort leben alle ihre Freunde und Verwandten. Abraham und Sara sind schon alt. Sie haben keine Kinder. Eines Tages sagt Gott zu Abraham: "Geh fort aus deinem Land! Lass alles zurück: dein Haus, deine Verwandten, deine Freunde. Ich zeige dir ein anderes Land. Dort segne ich dich. Ich mache dich zum Vater von einem großen Volk."
Abraham tut, was Gott ihm sagt. Er macht sich mit Sara auf den Weg. Sie packen alles zusammen. Auch Abrahams Tiere und seine Hirten gehen mit. Der Weg ist sehr weit. Sie kommen in ein fremdes Land. Es heißt Kanaan. Gott sagt zu Abraham: "Das ist das Land! Ich gebe es dir und deinen Kindern." Abraham baut einen Altar. Er dankt Gott.
Abraham und Sara wohnen jetzt in Kanaan. Aber sie haben immer noch kein Kind. Abraham sagt zu Gott: "Wir warten schon so lange. Sollen wir ohne Kinder sterben?" In einer Nacht sagt Gott zu Abraham: "Sieh die vielen Sterne am Himmel! Du kannst sie nicht zählen. So viele Kinder, Enkel und Urenkel wirst du haben." Abraham vertraut Gott. Er glaubt, was Gott ihm sagt.
Einmal sitzt Abraham vor seinem Zelt. Es ist Mittagszeit. Die Sonne scheint heiß. Abraham hat sich in den Schatten gesetzt. Da kommen drei Männer. Abraham sagt zu ihnen: "Setzt euch unter den Baum. Dort ist es kühl. Ich lade euch zum Essen ein." Abraham geht ins Zelt und sagt zu Sara: "Back feines Fladenbrot!" Dann befiehlt er einem Diener: "Koch ein Festessen, einen guten Braten!" Als alles fertig ist, trägt Abraham das Brot und den Braten unter den Baum. Er bedient die Gäste.
Sie essen und trinken zusammen. Auf einmal fragt einer von den Männern: "Wo ist Sara?" Abraham antwortet: "Drinnen im Zelt." Der Mann sagt: "Nächstes Jahr wird Sara einen Sohn bekommen." Sara hat alles gehört. Sie glaubt es nicht. Sie lacht. Sara denkt: "Wir sind zu alt. Wir können kein Kind mehr bekommen." Da sagt der Mann: "Warum lacht Sara? Für Gott ist nichts unmöglich."
Nach einem Jahr haben Sara und Abraham einen Sohn. Er heißt Isaak. Der Name bedeutet "Lachen". Jetzt können Sara und Abraham vor Freude lachen. Gott tut, was er sagt.
Aus 1. Mose/Genesis 12-21

Text: Karin Jeromin und Mathias Jeschke, aus: Komm, freu dich mit mir, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S.104-111).

Video für Kinder:  https://www.youtube.com/watch?v=al1D4cb_7hs
Quelle: Aposteljugend
9. Türchen

9. Dezember

JOSEF
Jakob ist groß geworden. Er lebt wieder im Land Kanaan. Er hat zwölf Söhne. Sein Liebling ist Josef. Jakob schenkt Josef schöne Kleider. Die älteren Brüder sind neidisch auf Josef. Einmal sind die Brüder draußen bei den Schafen. Josef kommt. Die Brüder sagen: "Josef muß weg!" Sie werfen ihn in eine tiefe Grube. Josef schreit laut.
Fremde Männer kommen vorbei. Es sind Kaufleute. Sie wollen nach Ägypten. Die Brüder ziehen Josef aus der Grube. Sie verkaufen ihn. Josef muß mit nach Ägypten. Dort wird er als Sklave verkauft. Er muß schwer arbeiten.
Im Land Ägypten ist ein großer Fluß, der Nil. Es wächst viel Korn. Viele Menschen wohnen da. Der König von Ägypten heißt der Pharao. In einer Nacht träumt der Pharao: Aus dem Nil kommen sieben Kühe. Es sind gesunde, prächtige Tiere. Sie sind groß und fett. Aber dann kommen sieben andere Kühe. Sie sind häßlich und mager. Die mageren Kühe fressen die fetten Kühe auf. Und sie bleiben genauso mager wie vorher.
Der Pharao kann nicht mehr schlafen. Er denkt immer: Was bedeutet der Traum? Niemand kann es ihm sagen. Ein Diener sagt zum Pharao: "Vielleicht kann es Josef. Er hat mir einen Traum gedeutet. Alles ist eingetroffen, was er gesagt hat." Der Pharao sagt: "Bringt mir Josef!" Josef darf sein Sklavenkleid ausziehen. Er bekommt schöne Kleider. Der Pharao fragt: "Kannst du mir den Traum erklären?" Josef sagt: "Ich kann es nicht. Aber Gott kann es."
Josef sagt zum Pharao: "Der Traum kommt von Gott. Gott hat mir gesagt, was er bedeutet. Die sieben fetten Kühe sind sieben gute Jahre. Sieben Jahre lang wächst viel, viel Korn in Ägypten. Mehr als man essen kann. Die sieben mageren Kühe sind sieben schlechte Jahre. Sieben Jahre lang wächst überhaupt kein Korn. Die Menschen haben nichts mehr zu essen. Sie müssen vor Hunger sterben."
Josef sagt zum Pharao: "Sammle das Korn in den sieben guten Jahren! Baue große  Vorratshäuser! Dann kannst du das Korn verteilen in den sieben schlechten Jahren." Der Pharao sagt: "Du bist klug, Josef. Du kannst das für mich machen. Du sollst meine `rechte`Hand sein."
Die guten Jahre sind vorbei. Die Menschen hungern. Von überall kommen die Menschen zu Josef. Er gibt ihnen Korn.
Auch die Brüder von Josef kommen nach Ägypten. Sie wollen Korn kaufen. Sie erkennen Josef nicht. Josef sagt zu ihnen: "Ich bin euer Bruder Josef! Habt keine Angst, ich bin euch nicht mehr böse. Gott hat für uns gesorgt. Deshalb hat er mich nach Ägypten geschickt. Hier ist genug Brot für alle. Bringt unseren Vater Jakob hierher! Ihr habt es böse gemeint, aber Gott hat alles gut gemacht."

1. Mose/Genesis 37,1-45,15

 Text: Hellmut Haug, aus: Das Große Bibel-Bilderbuch, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S.58-69).

Geschichte für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=oEgaL_0ts_g
Quelle: Aposteljugend
8. Türchen

8. Dezember

GOTT BEFREIT SEIN VOLK ISRAEL
Als Mose erwachsen ist, geht er aus Ägypten fort. Er wird ein Hirte. Eines Tages führt Mose seine Herde in die Wüste. Er kommt zum Berg Sinai. Da sieht er einen Dornenbusch. Aus ihm schlagen Feuerflammen. Aber das Holz verbrennt nicht. Mose denkt: „Das ist seltsam! Warum verbrennt der Busch nicht?“ Dann hört er eine Stimme: „Mose! Mose!“ Gott hat ihn gerufen. Gott sagt: „Ich habe es gesehen, wie schlecht es den Israeliten in Ägypten geht. Ich will sie retten. Geh zum Pharao. Sag ihm, er soll mein Volk freilassen. Dann führst du die Israeliten aus Ägypten fort. Bring sie hierher zu diesem Berg.“

Mose sagt: „Ich? Das kann ich nicht!“ Doch Gott sagt: „Ich helfe dir.“ Mose sagt: „Vielleicht fragen mich die Israeliten: > Wer hat dich geschickt? Wie ist sein Name? < Was soll ich dann sagen?“ Gott antwortet: „Ich bin der ICH BIN DA. Ich war bei Abraham und Sara. Ich werde auch beim Volk Israel sein. Sage zu den Israeliten: >Der ICH BIN DA hat mich geschickt<“

Mose tut, was Gott sagt. Er geht nach Ägypten, zum Palast des Pharaos. Er sagt zum Pharao: „So spricht der Gott der Israeliten: >Lass mein Volk frei.< “ Aber der Pharao antwortet: „Ich kenne diesen Gott nicht. Er kann mir nichts befehlen. Ich lasse die Israeliten nicht gehen!“ Der Pharao ist wütend. Er will nicht tun, was Gott sagt. Er lässt die Israeliten noch mehr arbeiten.

Da kommen schwere Zeiten in Ägypten: Das Wasser im Nil wird giftig. Man kann es nicht mehr trinken. Heuschrecken fressen die Ernte auf. Es gibt nichts mehr zu essen. Die Ägypter und ihre Tiere werden krank. In einer Nacht stirbt der älteste Sohn in jeder ägyptischen Familie. Auch der Sohn des Pharaos stirbt. Nur die Söhne der Israeliten bleiben am Leben. Da merkt der Pharao: „Der Gott der Israeliten ist stärker als ich.“

Er lässt Mose in den Palast kommen. Er sagt: „Schnell, geht fort aus Ägypten! Sonst werden wir noch alle sterben.“ Die Israeliten packen ihre Sachen zusammen. Sie ziehen fort aus Ägypten. Mose geht voraus. Die Israeliten gehen Tag und Nacht. Sie kommen zum Schilfmeer. Dort machen sie Rast. Auf einmal sehen sie eine große Staubwolke: Der Pharao kommt mit seinen Soldaten! Sie fahren auf Streitwagen. Die Ägypter wollen die Israeliten zurückholen!

Die Israeliten haben schreckliche Angst. Sie sagen zu Mose: „Was sollen wir jetzt tun? Wir können nicht fliehen! Wir werden hier alle sterben!“ Aber Mose sagt: „Seid ganz ruhig! Gott hilft uns.“ Gott sagt zu Mose: „Streck deinen Arm aus!“ Mose streckt seinen Arm aus. Ein starker Sturm bläst das Wasser weg. Jetzt gibt es einen Weg auf dem Meeresgrund. Die Israeliten können durch das Meer gehen. Der Pharao und seine Soldaten jagen hinterher. Die Israeliten kommen am anderen Ufer an. Da hört der Sturm auf. Das Wasser fließt zurück. Der Pharao und seine Soldaten gehen im Wasser unter. Die Israeliten sind gerettet. Sie tanzen vor Freude. Sie danken Gott und singen ihm ein Lied: „Unser Gott ist immer bei uns. Er hat uns gerettet!“

Das Volk Israel hat einen weiten Weg vor sich. Es zieht durch die Wüste. Dort ist es heiß. Alle haben Durst. Drei Tage lang suchen die Israeliten nach Wasser. Endlich finden sie eine Quelle. Aber man kann das Wasser nicht trinken, weil es so bitter schmeckt. Die Israeliten gehen zu Mose und sagen: „Was sollen wir jetzt machen? Willst du, dass wir verdursten?“ Gott zeigt Mose ein Stück Holz. Mose wirft es in das Wasser. Nun ist es nicht mehr bitter und man kann es trinken. Dann geht das Brot zu Ende. Es ist nichts mehr zu essen da. Alle haben Hunger. Die Israeliten sagen zu Mose: „Warum hast du uns in die Wüst geführt? Wir werden hier verhungern!“ Aber Mose antwortet: „Ihr müsst nicht sterben. Gott wird für euch sorgen. Wartet bis morgen früh, dann werdet ihr es sehen!“ Am anderen Morgen ist die Erde mit Körnern bedeckt. Diese Körner schmecken süß. Die Israeliten nennen sie „Manna“. Sie finden sie jeden Morgen. Die Israeliten ziehen viele Wochen durch die Wüste. Sie kommen an den Berg Sinai. Dort machen sie Rast. Sie bauen ihre Zelte auf. 

Mose steigt allein auf den Berg. Gott sagt zu ihm: „Ich habe euch aus Ägypten geführt. Und ich habe euch in der Wüste versorgt. Ich will euer Gott sein. Ihr sollt mein Volk sein. Lebt so, dass ich Freude an euch habe. Ich gebe euch meine Gebote. Du, Mose, schreibst sie auf Steintafeln.

Schreibe so: Ich bin euer Gott, ich habe euch aus Ägypten befreit. Dient nicht anderen Göttern und betet sie nicht an. Macht euch kein Bild von mir, das ihr dann anbetet. Sprecht meinen Namen nicht gedankenlos aus. Haltet den Ruhetag ein. Ehrt Vater und Mutter. Tötet niemanden. Brecht nicht die Ehe. Stehlt nicht. Lügt nicht. Seid nicht neidisch aufeinander.“ Mose schreibt alles auf.

Gott sagt zu den Israeliten: „Geht jetzt in das Land, das ich euch geben will! Ich gehe mit euch.“ Die Israeliten ziehen weiter. Vierzig Jahre lang müssen sie durch die Wüste wandern. Der Weg ist lang und gefährlich: Es gibt nicht viel zu essen und zu trinken. Manchmal verlieren die Israeliten den Mut. Sie murren und klagen. Aber Gott lässt sie nicht allein. Schließlich kommen die Israeliten zu einem großen Fluss. Er heißt Jordan. Auf der anderen Seite ist das Land Kanaan. Es ist das Land, das ihnen Gott versprochen hat. In Kanaan ist es schön. Die Israeliten sind am Ziel. Sie freuen sich. Sie danken Gott.

Aus 2. Mose/Exodus 3-20 Josua 3

Text: Karin Jeromin und Mathias Jeschke, aus: Komm, freu dich mit mir, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S. 124-137).

Quelle: Aposteljugend
7. Türchen

7. Dezember

MOSE IM BINSENKÖRBCHEN
Abraham und Sara haben viele Enkel und Urenkel. Aus ihnen wird ein ganzes Volk. Es heißt das Volk Israel. Wegen einer großen Hungersnot waren die Israeliten aus dem Land Kanaan weggegangen. Sie wohnen jetzt in Ägypten am großen Fluss Nil. Die Ägypter mögen das Volk Israel nicht. Ihr König, der Pharao, sagt: "Diese Israeliten sind ein großes und starkes Volk. Das ist gefährlich für uns. Sie sollen schwer arbeiten, damit sie nicht noch stärker werden." Die Israeliten müssen Ziegel brennen und große Städte für den Pharao bauen. Die Ägypter behandeln sie wie Sklaven: Sie schlagen die Israeliten mit der Peitsche, damit sie schneller arbeiten. Das ist dem Pharao noch nicht genug. Er befiehlt: "Wenn im Volk Israel ein Junge geboren wird, dann werft ihn in den Nil! Nur die Mädchen dürfen am Leben bleiben." Der Pharao denkt: "Wenn es keine Männer mehr gibt im Volk Israel, können sie keinen Krieg mit uns anfangen."
Mirjam ist ein Mädchen aus dem Volk Israel. Sie hat einen kleinen Bruder bekommen. Mirjams Mutter ist sehr traurig. Sie will nicht, dass das Kind in den Nil geworfen wird. Sie nimmt einen Korb aus Binsen und legt ihren Sohn hinein. Dann trägt sie den Korb an den Nil. Sie stellen den Korb mit dem Kind ins Schilf. Mirjams Mutter geht wieder nach Hause. Mirjam bleibt da. Sie verstecken sich im Schilf. Sie will sehen, was mit ihrem Bruder geschieht.
Da kommt die Tochter des Pharaos. Sie will im Nil baden. Auf einmal sieht sie den Korb. Sie schickt eine Dienerin und lässt ihn holen. Die Tochter des Pharaos schaut hinein: Ein kleiner Junge liegt darin und weint. Die Tochter des Pharaos sagt: "Das ist ein Junge vom Volk Israel! Er tut mir Leid. Er soll nicht sterben!" Mirjam hat alles gehört. Sie kommt aus ihrem Versteck und fragt: "Soll ich eine Frau aus dem Volk Israel holen, damit sie das Kind stillen kann?" Die Tochter des Pharaos sagt: "Ja, tu das. Ich werde ihr das Geld dafür geben."
Da holt Mirjam ihre Mutter. Die Tochter des Pharao sagt: "Nimm das Kind! Stille es für mich! Wenn der Junge alt genug ist, bringst du ihn zu mir in den Palast." So bekommt die Mutter ihr eigenes Kind wieder. Der Junge wird größer. Er ist jetzt kein Baby mehr. Seine Mutter bringt ihn in den Palast. Die Tochter des Pharaos nimmt den Jungen zu sich: Er wird ihr Sohn. Sie gibt ihm den Namen Mose.
2. Mose/Exodus 1-2

Text: Karin Jeromin und Mathias Jeschke, aus: Komm, freu dich mit mir, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S.114-121).

Geschichte für Kinder: ★ Kinderbibel: Moses im Binsenkörbchen ★ Das Alte Testament ★ - YouTube
Quelle: Aposteljugend
6. Türchen

6. Dezember

JONA UND DER GROßE FISCH
Jona ist ein Mann vom Volk Israel. Eines Tages sagt Gott zu ihm: "Jona, geh in die große Stadt Ninive! Die Menschen dort sind böse. Ich will sie bestrafen." Jona denkt: "Ich will nicht gehen." Er läuft davon. Er geht ans Meer. Er bezahlt Fahrgeld und steigt in ein Schiff. Das Schiff fährt weit fort, immer weiter weg von Ninive.
Da schickt Gott einen großen Sturm. Die Wellen werden immer höher. Das Schiff bricht fast entzwei. Die Matrosen haben schreckliche Angst. Sie schreien: "Hilf uns, Gott! Lass uns nicht ertrinken!" Jona liegt unten im Schiff. Er schläft. Er hat nichts gemerkt. Der Kapitän geht hinunter und ruft: "Wach auf, Jona! Hilf uns beten! Vielleicht hört dich Gott!"
Jona sagt: "Gott wird mich nicht hören. Ich bin an allem schuld. Ich wollte nicht tun, was Gott mir gesagt hat. Deshalb hat er den Sturm geschickt." Er sagt zu den Matrosen: "Werft mich ins Meer! Dann hört der Sturm auf." Die Matrosen wollen das nicht tun. Doch der Sturm wird immer schlimmer. Da beten sie zu Gott: "Bitte, strafe uns nicht für das, was wir jetzt tun." Dann werfen sie Jona ins Meer. Sofort hört der Sturm auf. Ein großer Fisch kommt. Er verschluckt Jona.
Jona ist im Bauch des Fisches, drei Tage und drei Nächte lang. Jona betet: "In meiner Not rufe ich zu dir, Herr. Du ziehst mich aus den Wasserfluten, denn du bist mein Retter!" Gott hört Jona. Er hilft ihm. Der Fisch spuckt Jona ans Ufer. Noch einmal sagt Gott zu Jona: "Geh nach Ninive! Sage den Leuten dort: Gott wird euch bestrafen."
Jetzt tut Jona, was Gott sagt. Er geht nach Ninive. Er ruft den Menschen zu: "Gott wird eure Stadt zerstören. Es dauert noch vierzig Tage!" Die Leute von Ninive erschrecken. Sie beten zu Gott: "Es tut uns Leid. Vergib uns. Wir wollen uns bessern." Gott hört die Leute von Ninive. Er sagt: "Ich schenke ihnen das Leben. Ich will die Stadt nicht zerstören."
Jona gefällt das nicht. Er sagt zu Gott: "Die Menschen von Ninive waren so böse. Sie müssen doch bestraft werden! Aber du verzeihst ihnen. Das habe ich mir gleich gedacht. Deshalb wollte ich auch nicht nach Ninive gehen." Gott fragt zu Jona: "Warum bist du so zornig? Hast du ein Recht dazu?"
Jona sitzt vor der Stadt. Eine Staude gibt ihm Schatten. Gott lässt die Staude vertrocknen. Die heiße Sonne brennt Jona auf den Kopf. Da wird Jona wieder zornig. Gott fragt Jona: "Warum bist du so zornig?" Jona sagt: "Mit Recht bin ich zornig. Die Blätter waren so schön." Gott sagt: "Dir tun die Blätter Leid. Mir tun die Menschen Leid. Sie sollen nicht sterben. Alle Menschen sind meine Kinder."
Jona 1-4

Text: Karin Jeromin und Mathias Jeschke, aus: Komm, freu dich mit mir, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S. 150-157).

Geschichte für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=r_EdQGE2MvY
Quelle: Aposteljugend
5. Türchen

5. Dezember

DAVID BESIEGT GOLIAT
David hütet Schafe. Er wohnt bei seinen Eltern in Betlehem. David hat sieben Brüder. Sie sind schon erwachsen.
Eines Tages greifen Feinde das Land an. König Saul und die Israeliten ziehen in den Krieg. Auch die großen Brüder von David gehen mit. David ist noch zu jung. Er bleibt zu Hause bei seinen Eltern.
Die Feinde haben einen riesigen Krieger. Er heißt Goliat. Jeden Tag stellt er sich vor die Israeliten hin. Er schreit: "Wer wagt es und kämpft mit mir?" Aber niemand traut sich. Alle haben Angst vor dem Riesen.
David kommt und besucht seine Brüder. Sie zeigen ihm den Riesen Goliat. Wieder schreit Goliat: "Wer wagt es und kämpft mit mir? Wenn mich einer von euch besiegt, dann habt ihr den Krieg gewonnen. Aber wenn ich gewinne, müsst ihr unsere Sklaven sein!" Die Israeliten fürchten sich. Keiner will gegen Goliat kämpfen.
David geht zum König Saul. Er sagt: "Ich habe keine Angst vor dem Riesen. Ich kämpfe mit ihm." Aber König Saul sagt: "Das geht nicht! Du bist viel zu jung! Das ist zu gefährlich für dich!" David sagt zum König: "Zu Hause habe ich die Schafe für meinen Vater gehütet. Einmal kam ein Löwe und raubte ein Schaf. Ich habe den Löwen mit einem großen Stock totgeschlagen. Mit diesem Goliat werde ich auch fertig. Gott hilft mir."
Da sagte Saul: "Gut, kämpfe mit ihm." Er gibt David seine Rüstung und setzt seinen Helm auf. Aber die Rüstung ist für David zu groß. Er zieht sie wieder aus.
David sucht sich fünf Kieselsteine. Er legt sie in seine Hirtentasche. Dann nimmt er seine Schleuder und geht zu Goliat. Der Riese sieht auf David hinunter und lacht ihn aus. Doch David sagt: "Du hast einen Säbel, einen Spieß und einen Schild. Aber ich habe Gott auf meiner Seite. Er gibt mir den Sieg!"
Dann schleudert David einen Stein auf Goliat. Der Stein trifft den Riesen am Kopf. Der Riese Goliat fällt um. Die Feinde sehen: Ihr stärkster Mann ist tot. Da laufen sie alle davon.
Die Israeliten jubeln: "David hat gewonnen! Der Riese ist tot!" Jetzt ist David ein Held. Er wohnt bei König Saul im Königspalast.
1. Samuel 17

 Text: Karin Jeromin und Mathias Jeschke, aus: Komm, freu dich mit mir, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S. 140-147).

Geschichte für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=M4DjCjwRY3I
Quelle: Aposteljugend
4. Türchen

4. Dezember

SIMSONS RÄTSEL
Simson ging hinab nach Timna und sah eine Frau in Timna unter den Töchtern der Philister. Und als er heraufkam, sagte er’s seinem Vater und seiner Mutter und sprach: Ich hab eine Frau gesehen in Timna unter den Töchtern der Philister; nehmt mir nun diese zur Frau. Sein Vater und seine Mutter sprachen zu ihm: Ist denn nun keine Frau unter den Töchtern deiner Brüder und in deinem ganzen Volk, dass du hingehst und willst eine Frau nehmen von den Philistern, die unbeschnitten sind? Simson sprach zu seinem Vater: Nimm mir diese, denn sie gefällt meinen Augen. Aber sein Vater und seine Mutter wussten nicht, dass es von dem Herrn kam; denn er suchte einen Anlass gegen die Philister. Die Philister aber herrschten zu der Zeit über Israel.
So ging Simson hinab mit seinem Vater und seiner Mutter nach Timna. Und als sie kamen an die Weinberge von Timna, siehe, da kam ein junger Löwe brüllend ihm entgegen. Und der Geist des Herrn geriet über ihn, und er zerriss ihn, wie man ein Böcklein zerreißt, und hatte doch gar nichts in seiner Hand. Er sagte aber seinem Vater und seiner Mutter nicht, was er getan hatte. Als er nun hinkam, redete er mit der Frau, und Simson hatte Gefallen an ihr.
Und nach einigen Tagen kam er wieder, um sie zu holen, und bog vom Wege ab, um nach dem Aas des Löwen zu sehen. Siehe, da war ein Bienenschwarm in dem Leibe des Löwen und Honig. Und er nahm davon in seine Hände und aß im Gehen und kam zu seinem Vater und zu seiner Mutter und gab ihnen, dass sie auch aßen. Er sagte ihnen aber nicht, dass er den Honig aus dem Leibe des Löwen genommen hatte.
Und als sein Vater hinkam zu der Frau, machte Simson dort ein Hochzeitsgelage, wie es die jungen Leute zu tun pflegen. Und als sie ihn sahen, gaben sie ihm dreißig Gesellen, die bei ihm sein sollten. Simson aber sprach zu ihnen: Ich will euch ein
Rätsel aufgeben. Wenn ihr mir das erratet und trefft in diesen sieben Tagen des Gelages, so will ich euch dreißig Hemden geben und dreißig Feierkleider. Könnt ihr’s aber nicht erraten, so sollt ihr mir dreißig Hemden und dreißig Feierkleider geben. Und sie sprachen zu ihm: Gib dein Rätsel auf, lass uns hören! Er sprach zu ihnen: Speise ging aus vom Fresser und Süßigkeit vom Starken. Und sie konnten in drei Tagen das Rätsel nicht erraten.
Am vierten Tage sprachen sie zu Simsons Frau: Überrede deinen Mann, dass er uns des Rätsels Lösung sagt, oder wir werden dich und deines Vaters Haus mit Feuer verbrennen. Habt ihr uns hierher geladen, um uns arm zu machen? Da weinte Simsons Frau vor ihm und sprach: Du bist mir gram und hast mich nicht lieb. Du hast meinen Leuten ein Rätsel aufgegeben und hast mir’s nicht gesagt. Er aber sprach zu ihr: Siehe, ich hab’s meinem Vater und meiner Mutter nicht gesagt und dir sollte ich’s sagen? Und sie weinte vor ihm die sieben Tage, die sie feierten;
aber am siebenten Tage sagte er es ihr, denn sie drang in ihn. Sie aber sagte des Rätsels Lösung ihren Leuten weiter.
Da sprachen die Männer der Stadt zu ihm am siebenten Tage, ehe die Sonne unterging: Was ist süßer als Honig? Was ist stärker als der Löwe? Aber er sprach zu ihnen: Wenn ihr nicht mit meinem Kalb gepflügt hättet, so hättet ihr mein Rätsel nicht getroffen. Und der Geist des Herrn geriet über ihn, und er ging hinab nach Aschkelon und erschlug dreißig Mann unter ihnen und nahm ihre Gewänder und gab Feierkleider denen, die das Rätsel erraten hatten. Und sein Zorn entbrannte und er ging hinauf in seines Vaters Haus. Aber Simsons Frau wurde seinem Gesellen gegeben, der sein Brautführer gewesen war.
Aus Richter 14 1-20
Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Quelle: Aposteljugend
3. Türchen

3. Dezember

Noach und der Regenbogen

Das ist die Geschichte von Noach und seiner Familie. Noach und seine Frau haben drei Söhne: Sie heißen Sem, Ham und Jafet. Noach betet jeden Tag. Gott hat Freude an ihm.
Aber die anderen Menschen kümmern sich nicht um Gott. Sie machen Gott keine Freude. Sie streiten miteinander und schlagen einander tot.
Da sagt Gott zu Noach: "Die Menschen sind so böse. Ich will sie nicht mehr auf der Erde haben. Aber dich und deine Familie will ich retten. Bau ein großes Schiff, eine Arche. Auch die Tiere sollen darin Platz haben." Und Noach baut die Arche.
Gott sagt zu Noach: "Geh in die Arche mit deiner Frau und mit deinen Söhnen und ihren Frauen. Nimm von allen Tieren ein Paar mit in die Arche. Dann bleiben auch sie am Leben." Noach tut, was Gott sagt.
Es fängt an zu regnen. Es regnet in Strömen. Der Regen hört nicht mehr auf.
Die große Flut kommt. Das Wasser steigt immer höher. Alles, was auf der Erde ist, geht unter. Nur die Arche schwimmt auf dem Wasser. Noach und seine Familie und die Tiere in der Arche sind in Sicherheit.
Da hört der Regen auf. Der Wind weht und bläst das Wasser weg. Ganz langsam nimmt es ab. Die Arche setzt auf einem Berg auf.
Noach wartet einige Tage. Dann öffnet er ein Fenster. Er lässt eine Taube fliegen. Am Abend kommt sie zurück. Sie trägt einen grünen Zweig im Schnabel. Da weiß Noach: Das Wasser ist nicht mehr da.
Noach wartet noch ein paar Tage. Dann öffnet er die Arche. Er sieht: Die Erde ist trocken. Da sagt Gott zu Noach: "Geh aus der Arche mit deiner Familie. Lass auch alle Tiere hinaus. Sie sollen sich vermehren und sich über die Erde ausbreiten."
Noach baut einen Altar. Er bringt Gott ein Opfer. Alle sind froh. Sie danken Gott.
Gott sagt zu Noach: "Habt keine Angst. Ich will einen Bund schließen mit den Menschen. Ich verspreche euch: Ich werde keine Sintflut mehr schicken, obwohl die Menschen böse sind. Solange die Erde steht, gibt es Saat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Seht den Regenbogen am Himmel! Er soll das Zeichen sein für meinen Bund mit den Menschen."
 Aus 1. Mose/Genesis 6-9
Text: Karin Jeromin und Mathias Jeschke, aus: Komm, freu dich mit mir, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (S.92-101).

Ein passendes Lied für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=OtMEjSb3XT8
Quelle: Aposteljugend
2. Türchen

2. Dezember

DER GARTEN EDEN
Es war zu der Zeit, da Gott der Herr Erde und Himmel machte. Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen. Denn Gott der Herr hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute; aber ein Strom stieg aus der Erde empor und tränkte das ganze Land. Da machte Gott der Herr den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. Und Gott der Herr ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
Und es geht aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilt sich von da in vier Hauptarme.
Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham. Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch. Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien. Der vierte Strom ist der Euphrat.
Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.
Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. Und Gott der Herr machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen, dass er sähe, wie er sie nennte; denn wie der Mensch jedes Tier nennen würde, so sollte es heißen. Und der Mensch gab einem jeden Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber für den Menschen wurde keine Hilfe gefunden, die ihm entsprach.
Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloss die Stelle mit Fleisch. Und Gott der Herr baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. Da sprach der Mensch: Die ist nun Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein ein Fleisch.
Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht.

DER SÜNDENFALL
Und die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der Herr gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten? Da sprach die Frau zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten;
aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet!
Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.
Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.
Und sie hörten Gott den Herrn, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des Herrn zwischen den Bäumen im Garten. Und Gott der Herr rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich. Und er sprach: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? Da sprach Adam: Die Frau, die du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum und ich aß. Da sprach Gott der Herr zur Frau: Warum hast du das getan? Die Frau sprach: Die Schlange betrog mich, sodass ich aß.
Da sprach Gott der Herr zu der Schlange: Weil du das getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Staub fressen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.
Und zur Frau sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein.
Und zum Mann sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen –, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde wirst, davon du genommen bist. Denn Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück.
Und Adam nannte seine Frau Eva; denn sie wurde die Mutter aller, die da leben. Und Gott der Herr machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an. Und Gott der Herr sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und nehme auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich! Da wies ihn Gott der Herr aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war.
Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.

Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Geschichte für Kinder:
https://youtu.be/bLejTskEGYE
Quelle: Aposteljugend
1. Türchen

1. Dezember

Gott erschafft die Welt

Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde, die ganze Welt. Alles, was es gibt, kommt von Gott. Er hat es gemacht.

Zuerst war es auf der Erde noch ganz leer. Es war finster. Überall war Wasser.

Gott sprach: „Licht soll aufstrahlen!“ Da wurde es hell. Und Gott sah, dass es gut war. Er nannte das Licht „Tag“ und die Dunkelheit „Nacht“.

Gott sprach: „Über der Erde soll sich ein Dach wölben! Wasser soll aufsteigen von der Erde und sich sammeln in den Wolken.“ Und Gott nannte das Dach „Himmel“.

Gott sprach: „Das Wasser auf der Erde soll sich sammeln, damit das Land sichtbar wird!“ So geschah es. Und Gott sah, dass es gut war. Er nannte das Land „Erde“ und das Wasser „Meer“. 

Gott sprach: „Die Erde soll grün werden. Gras und Blumen und Bäume sollen wachsen. Sie sollen Samen tragen und Früchte!“ Da wuchsen aus der Erde grünes Gras und bunte Blumen und hohe Bäume. Und Gott sah, dass es gut war.

Gott sprach: „Am Himmel sollen Lichter sein! Sie sollen die Zeiten bestimmen: Tage und Feste und Jahre.“ Gott machte die Sonne für den Tag. Für die Nacht machte er den Mond und die Sterne. Und Gott sah, dass es gut war.

Gott sprach: „Im Wasser und in der Luft soll sich Leben regen!“ Er machte die Fische und alles, was im Wasser lebt. Und er machte die Vögel und alle Tiere, die über die Erde fliegen. Und Gott sah, dass es gut war.

Gott sprach: „Auf der Erde soll sich Leben regen!“ Er machte die Tiere, die auf dem Land leben. Und Gott sah, dass es gut war. Er sagte zu den Landtieren, zu den Vögeln und zu den Fischen: „Vermehrt euch! Breitet euch aus über die ganze Erde!“

Gott sprach: „Jetzt will ich ein Wesen schaffen, das mir ähnlich ist. Ich will Menschen machen.“ Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, er schuf Mann und Frau. Gott sagte zu den Menschen; „Vermehrt euch und breitet euch aus über die Erde! Ich setze euch über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere. Ich vertraue sie eurer Fürsorge an.“

Und Gott sah alles an, was er geschaffen hatte: Es war alles sehr gut.

Dann ruhte Gott. Er sagte: „Ich habe alles vollendet. Auch die Menschen sollen einen Ruhetag halten. An diesem Tag sollen sie mich, ihren Schöpfer, preisen.“ So hat Gott Himmel und Erde geschaffen.

1. Mose/Genesis 1-2

Text: Karin Jeromin und Mathias Jeschke, aus: Komm, freu dich mit mir, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. (S.80-89)

Der Adventskalender

Quelle: A.Hoge

Gemeinde-Adventskalender

Herzlich Willkommen auf der adventlichen Seite der Aposteljugend! 
Für die Adventszeit hat sich die Jugendgruppe der Apostelkirche eine ganz besondere Aktion ausgedacht. Die Fenster des Gemeindehauses wurden in einen riesigen Adventskalender verwandelt. Jeden Tag öffnet sich ein Türchen und eine biblische Geschichte in Form eines Bildes erscheint. 
Die dazugehörige Bibelgeschichte kann über einen QR-Code hier auf der Homepage gelesen werden. 
Wir freuen uns auf viele große und kleine Besucher. 
Bitte beachtet die Abstände bei mehreren Besuchern aus verschiedenen Haushalten! 
Viel Spaß wünscht die Aposteljugend